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Rechtzeitig auf Mehrweg umsteigen

Gemeinde bezuschusst Gastronomie und Lebensmittelhandel mit bis zu 500 Euro

Konstruktiver Dialog: Sabina Brosch (Mitte) diskutierte mit Vertretern von örtlicher Gastronomie und Lebensmittelhandel über die verschiedenen Optionen eines lokalen Mehrweg-Systems.

Ab Januar 2023 sind Gaststätten, Imbisse, Cafés, Metzgereien und der Lebensmittelhandel gesetzlich verpflichtet, ihren Kunden für das To-Go-Getränk oder das Take-away-Essen wieder verwendbare Mehrwegbehältnisse als Alternative zu Einwegverpackungen anzubieten. Damit will man die Flut von Plastikmüll eindämmen. Gastronomen, die sich noch heuer für das lokal einheitliche, betriebsübergreifende Mehrweggeschirr entscheiden, gewährt die Gemeinde Hallbergmoos einen Zuschuss von maximal 500 Euro – sofern mindestens fünf Betriebe mitmachen. Und das wird wohl klappen.

Produktiver Dialog

Es war zwar nur eine Handvoll Gastronomen, die sich am vergangenen Dienstag im Sitzungssaal des Rathauses einen Überblick über die verschiedenen Pfandsysteme verschafften. Dafür war die Diskussion über die verschiedenen Optionen umso produktiver. Sabina Brosch, Gemeinderätin der Grünen, von denen die Initiative für das Mehrweg-Verbundsystem ausging, und Katrin Schröckenbauer (Goldachmarkt) haben sich in die Materie eingearbeitet – und stellten die Systeme verschiedener Anbieter vor.
Mit kritischen Fragen – etwa zu Rückgabe, Reinigung, Wirtschaftlichkeit und „Verschleppungsgefahr“ des Pfandgeschirrs – meldete sich Adi Weiß vom Hüttenwirt zu Wort. Wie Rudi Hamburger (Neuwirt) befürworteten aber alle Anwesenden grundsätzlich die Einführung des Systems, waren aber noch nicht ganz zufrieden mit den angebotenen Größen der vorgestellten Behältnisse. Weil, wie sie anführten, etwa für die Kirchweihente oder den Cappuccino ‚to Go‘, die Becher und Schalen nicht groß genug sind. Hier wollen Brosch und Schröckenbauer noch einmal bei den Anbietern nachhaken.

Kundenkarte und Vernetzung

Einig waren sich die Gastronomen, dass man das für Kunden kostenloses System in Verbindung mit einer Kundenkarte anbieten sollte. Denn nicht alle Kunden, so Schröckenbauer, kämen mit einer Handy-App zurecht. Wichtig sei, so der Tenor, dass möglichst viele Gastronomen und der örtliche Lebensmittelhandel mitziehen. Deshalb will man sich nun untereinander vernetzen und austauschen – auch um Fragen zum System zu beantworten, die laut Brosch auch in etlichen Nordallianz-Kommunen derzeit eingeführt werden.


Eine Whatsapp-Gruppe wurde bereits eingerichtet. Ansprechpartnerin ist Sabina Brosch (Tel. 0152/56391242). Wichtig: Die Förderanträge müssen bis zum 31. Dezember bei der Wirtschaftsförderung der Kommune eingereicht werden.

Eine Whatsapp-Gruppe wurde bereits eingerichtet. Ansprechpartnerin ist Sabina Brosch (Tel. 0152/56391242). Wichtig: Die Förderanträge müssen bis zum 31. Dezember bei der Wirtschaftsförderung der Kommune eingereicht werden.

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