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Mit Herz vom Kopf zur Hand

Töpferwelt Handkraft bezieht eigene Werkstatt in Fürholzen

© Beate Bodenschatz

Aline Jörg und Bianca Gurka sind zwei Frauen, die das Töpfern für sich entdeckt haben. Nun haben sie im alten Schulhaus in Fürholzen eine eigene Werkstatt eröffnet.

Aline und Bianca sind schon lange Nachbarn in Neufahrn, jede der Frauen hat drei Kinder, einen Hund und einen verständnisvollen Ehemann. Da die beiden Frauen ihre eigentlichen Berufe – Fremdsprachenkorrespondentin und Ernährungsberaterin – zunächst für die Familie zurückgestellt hatten, wuchs der Wunsch nach einer kreativen Betätigung.

„Wir haben beim Spaziergehen mit unseren Kindern festgestellt, dass wir beide das Töpfern lieben und wir daraus die Geschäftsidee entwickeln, eine mobile Töpferwerkstatt eröffnen“, erzählt Bianca Gurka.

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Die Idee war schnell umgesetzt: Die kreativen Frauen richteten zunächst in ihren Kellern  Räume ein, in denen sie modellieren, glasieren, brennen und mit der Drehscheibe arbeiten konnten. „Unsere Männer mussten ihre Werkstatt im Keller verkleinern, weil wir den Platz brauchten.“ Zunächst boten sie ihr Knowhow bei Kindergeburtstagen an. „Zum Brennen haben wir alles danach mit nach Hause genommen“, so Aline Jörg.

Kreativbox für Keramikliebhaber

Die Fachkenntnis in der Tonverarbeitung eigneten sich Frauen bei regelmäßigen Fortbildungen an. Nach und nach erweiterten sie auch das Kursangebot an Schulen, Kindergärten, Altenheimen und der Volkshochschule. Die Kurse sind immer gut gebucht.

Es entstanden auch eigene Keramikprodukte, die man auf verschiedenen Festivals im Umland verkaufte. Dort bieten die Frauen neben Tassen, Vasen, Teekannen, Müslischalen, Tellern, Salatschüsseln auch Tierfiguren an.

Und dann setzte die Coronapandemie allem ein Ende! Doch die beiden Künstlerinnen entwickelten eine neue Idee: Keramikliebhaber konnten auf der Homepage der Künstlerinnen ein Roh-Exemplar und die Streichglasur zum Bemalen und Glasieren ordern.  Das Equipment wurde dann samt Mischpalette, Pinseln und Anleitung in einer „Kreativbox“ zum Kunden geschickt. Gebrannt wurde anschließend bei Bianca und Aline. „Wir hatten uns gewünscht, dass die Box angenommen wird und waren dann doch überrascht, wie gut sie ankam. Sie war ein Renner.“

Werkstatt im alten Schulhaus

Aber immer spukte es in den Köpfen der Frauen herum, eine eigene Töpferwerkstatt zu eröffnen. „Wir wollten eine Räumlichkeit finden, wo wir Menschen, ein Töpfererlebnis mit Drehscheibe und Brennofen bieten können. Wo in entspannter Atmosphäre etwas Kreatives aus Ton hergestellt werden kann – und wir dabei eine helfende Hand sein können“.

Dieser Traum ist nun wahr geworden: Nach zweijähriger Suche fand man jetzt in Fürholzen im alten Schulhaus einen großen Werkstattraum. Dort gibt’s alles, was das Töpferherz begehrt: Verschiedene Tonarten – teilweise mit Steinen, fein schamottiert oder auch ganz grob -, fünf Drehscheiben, verschiedene Rohschalen, Platten und Stäbchen zum Handmodellieren, Hunderte von Farben zum Glasieren.

Die beiden Inhaberinnen bieten weiterhin mobile Kurse an und fahren dann schon einmal am Wochenende bis nach Bruckmühl, weil dort ihr Einsatz bei einem Kindergeburtstag gefragt ist. Natürlich gibt es auch den einen oder anderen ‚Sonderauftrag‘ eines Kunden, der eine liebgewonnene, zerbrochene Teetasse originalgetreu ersetzt wissen will.

Flaschen fusing und offene Werkstatt

Und bei all diesem ist noch eine neue Idee entstanden – das „Flaschen Fusing“. Dabei werden Glasflaschen – vom Bocksbeutel bis zum Whisky – bei 750 Grad eingeschmolzen. Die Aufdrucke bleiben erhalten und ergeben eine zauberhafte farbige Kreation. Eine originelle Upcycling-Idee, die vielleicht auch in der Gastronomie als Teller Einzug hält und Liebhaber findet. Derzeit ist man noch daran, dies weiter zu perfektionieren – zum Teil auch mit einer Uhr zum Aufhängen versehen.

„Handarbeit hat Seele“, so der Maler und Illustrator Frank Seele.

Weitere Infos und Termine http://www.toepferwelt-handkraft.de

Beate Bodenschatz 

-PR-Bericht-

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