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Tafel feiert Überlebensfest

Party für 50 Ehrenamtliche, die der Corona-Krise getrotzt haben

Die zurückliegenden Wochen und Monate der Corona-Krise: Sie waren für uns alle eine Herausforderung. Ganz besonders aber für die „Tafel“, die Menschen mit kleinem Geldbeutel mit Lebensnotwendigem versorgt. Nun gibt es Lockerungen und Tafel-Leiterin Tanja Voges konnte die knapp 50 ehrenamtlichen Helfer zum „Überlebensfest“ einladen.

Überlebensfest: Das Wort beschreibt in vielerlei Hinsicht das, was viele der geladenen Gäste in den zurückliegenden Wochen erlebt haben. Jede und jeder, wie Voges nun in kurzen Worten Bilanz zog, habe seine Erfahrungen und Eindrücke gesammelt. Und die waren von tiefen Emotionen geprägt, wie Voges eindrücklich schilderte: „Von Tränen über Lachen bis hin zu Wut.“

„Mein größter Dank gilt nun den Tafel-Helfern. Vor allem dafür, dass nicht einmal gefragt wurde, ob wir weitermachen, sondern nur wie.“ Bei jedem Vorschlag kam als Antwort „Ja, das machen wir. Das ist es, was uns als Team auszeichnet. Das kann uns im Umkreis keiner nachmachen. Da können wir alle stolz darauf sein“, betonte sie.

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Dankbar war die Tafel-Leiterin auch der Gemeinde, die die Tafel als „systemrelevante“ Einrichtung unterstützt hat. Viel bewirkt habe, so Voges, auch der Spenden-Aufruf von Tafel-Schirmherr und Alt-Bürgermeister Klaus Stallmeister: Von der Taschengeldspende bis zu großen und regelmäßigen Spenden.

„Überlebensbaum“ als Sinnbild

Sinnbildlich dafür steht ein kleines Buchen-Pflänzchen: Das hatte die Tafel mit einer Warenlieferung erreicht: In einem „kümmerlichen Zustand“, wie Voges schilderte. „Wenn dieser Baum das überlebt, dann überleben wir das auch. Und dann machen wir eine Party“, nahmen sich die Verantwortlichen vor. Und dafür war nun die Gelegenheit gekommen: Knapp 50 Tafel-Helfer kamen. Auch für sie eine willkommene Abwechslung und Gelegenheit sich bei Grill-Schmankerl und Kuchen auszutauschen.

Die meisten sehen sich tatsächlich selten. Denn die Ehrenamtlichen arbeiten in kleinen Teams und meist getrennt voneinander: Die einen sammeln Waren ein, andere sortieren sie wieder anderen sind im „Laden“ für die Abgabe an die Kunden verantwortlich. Das System hat sich bewährt – gerade in der Corona-Zeit. So blieben die Kontakte auf das Allernötigste beschränkt. Den Tafelbetrieb konnte man auf diese Weise auch während des Lockdowns aufrechterhalten. Mit organisatorischen Umstellungen, versteht sich (Der HALLBERGER berichtete).

Und jetzt, da das Schlimmste – hoffentlich! – überstanden ist, bekam auch das Bäumchen einen Ehrenplatz im Garten des NBH-Hauses. Feierlich wurde es von Helmut Ecker (2. Bürgermeister), Tanja Voges und Martina Wilkowski (NBH-Leiterin) eingepflanzt.

„Danke dass ihr durchgehalten habt und auch in Zukunft durchhaltet. Wir wissen ja nicht, was da noch kommt“, unterstrich auch Wilkowski. Schwierig sei es allemal, denn man müsse sich immer noch an Hygienekonzepte halten. Das ist auch gut so. Wichtig ist, dass wir solidarisch sind.“ Großen Applaus gab es für Tanja Voges, die zusammen mit Wilkowski die Organisation und Koordination gestemmt hat. „Wir waren uns immer in allem einig. Auch in schwierigen Fragen und mit dem Ziel: Wir ziehen das durch“, unterstrich sie. Als Anerkennung für ihren Einsatz schenkte der Vize-Bürgermeister jedem Ehrenamtlichen Hallberg-Schecks.

 

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