Tradition ist, wenn man trotz schmerzender Knie das breiteste Grinsen im Gesicht hat. Dieses Motto galt nun beim Patenbitten, zu dem die Feuerwehr Hallbergmoos nach Attaching ausrückte, um die wichtigsten Fragen in der 150-jährigen Geschichte zu stellen: „Attaching, werdet ihr unser Pate?“
Kein Einlass ohne Schweiß und Zielwasser
Schon der Einzug der Hallbergmooser Delegation war eindrucksvoll: Angeführt von der historischen „Liesl“ und begleitet von Blasmusik zogen die Feuerwehrleute, unterstützt von Bürgermeister Benjamin Henn und Ehrenmitgliedern, zum Sportheim in Attaching. Doch bevor es ernst wurde, musste sich die Gruppe in mehreren spielerischen Prüfungen beweisen. Beim Stockschießen und Schlauchkegeln erkämpften sich die Hallbergmooser Floriansjünger schließlich den Einlass in die Festhalle.
Gurgeln, Bier und Blaulicht-Humor
Nach der herzlichen Begrüßung durch 1. Vorstand Jan Frey und der Übergabe von 80 Litern Erdinger Bier – begleitet vom doppelt vorgetragenen Patenspruch von Vereinschef Thomas Henning und Kommandant Richard Busl – begann das „Abstrafungsprogramm“.
Unsere Vorstandschaft sowie die Fahnen- und Festmutter mussten sich als Musik-Experten beweisen: Lieder-Erraten per Gurgeln! Was sich einfach anhört, wird mit Wasser im Hals und über 100 zuschauenden Augenpaaren zur echten Herausforderung. Richtig rasant wurde es bei der „Einsatzfahrt“. Während die Attachinger Schriftführerin einen (sehr durstigen) Einsatztext vorlas, musste die Mannschaft bei jedem Schlüsselwort reagieren – ein feuchtfröhliches Training für die Lachmuskeln!
Die Stunde der Wahrheit: Der Paten-Balken
Dann wurde es ernst. Die Patenbalken wurden bereitgestellt. Es gibt keinen schöneren, aber auch keinen härteren Platz für eine Feuerwehr-Vorstandschaft und einen Bürgermeister als dieses Holz. Während die Knie langsam den Kontakt zum Boden suchten, mussten neun Quiz-Aufgaben gelöst werden. Die Verpflegung zwischendurch war speziell: Trockenes dick belegtes Butterbrot gegen den Hunger, Paniermehl als „Schnaps“ – eine staubige Angelegenheit! – und heißes Starkbier aus der Kaffeetasse.
Nach gut 20 Minuten dann die erlösende Antwort: Die Feuerwehr Attaching übernimmt die Patenschaft. Großer Applaus, spürbare Erleichterung und erkennbarer Zusammenhalt – zwei Wehren, die seit Jahren freundschaftlich verbunden sind, besiegelten damit ihre enge Partnerschaft für das Jubiläumsjahr.


