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Zwei neue Feuerwehrhäuser für Hallbergmoos und Goldach

Gemeinde gibt Machbarkeitsstudie in Auftrag - Erste Kostenschätzung: 18,2 Mio. €

In Hallbergmoos und Goldach sollen für ca. 18 Mio. € neue Feuerwehrhäuser gebaut werden. Um die Machbarkeitsstudie wurde heftig gerungen. © Oestereich

Die Planungen für zwei neue Feuerwehrhäuser gehen weiter. Nun wird eine Machbarkeitsstudie Maßnahmen und Kosten aufschlüsseln. Erste Schätzungen gehen von etwa 18,2 Millionen Euro Investitionskosten aus. Gebaut wird frühestens 2025.

Grundlage der Machbarkeitsstudie ist das Raumprogramm, das Kommune, Feuerwehren und Experten erarbeitet haben: Etwa 11 Mio. € soll die neue Hallbergmooser Wache in der Predazzoallee mit einer Nutzfläche von 3500 Quadratmetern, acht Stellplätzen, einer Waschhalle und einer Lkw-Werkstatt kosten. Nicht eingerechnet: Ein Unterstand für die Feuerwehr-Oldtimer und Wohnungen.

Für Goldach rechnet man mit etwa 7,3 Mio. €  für ca. 2100 m2 Nutzfläche und sieben Stellplätze. Weil die Planungen, Ausschreibungen und Vergabe einige Jahre dauern, ist frühestens 2025 mit einem Baustart zu rechnen.

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Bürgermeister Harald Reents unterstrich, dass die Machbarkeitsstudie eine bessere Bewertung ermöglicht. SPD und Grüne hatten eine Vertagung beantragt, weil man laut Stefan Kronner zunächst Informationsdefizite der „neuen“ Gemeinderäten beseitigen möchte. Den Grünen fehlt ein „umfassendes valides Finanzierungskonzept“. Sabina Brosch wollte wissen: „Sind die Investitionen steuer- oder eigenfinanziert? Ist mit Steueranhebungen, Kürzungen von freiwilligen Leistungen und Kreditaufnahmen zu rechnen? Ich fürchte, dass vielen nicht klar ist, was das alles nach sich zieht.“ Weil ein weiteres Großprojekt – der Bau der zweiten Grundschule – ansteht, befürchtete sie zudem personelle Engpässe im Bauamt.

Erst in den Geldbeutel schauen

Stefan Kronner (SPD) konnte dem Grünen-Ansatz „erst in den Geldbeutel zu schauen und dann zu sehen, was machen wir damit“ etwas abgewinnen: „Das ist ein Gebot der Ehrlichkeit.“ Über die Finanzierung wird man, so Bürgermeister Harald Reents, in den Etatberatungen sprechen. Dafür brauche der Kämmerer aber Vorgaben – und die liefere die Machbarkeitsstudie: „Erst dann können wir seriös entscheiden.“ Bisher hat man, wie Stefan Rentz (CSU) erläuterte, nur Durchschnittswerte der Baudatenbank zur Hand.

Robert Wägers Frage „Gibt die Studie uns so viel Freiraum, daraus Pakete zu wählen und daraus die Häuser zusammenzubauen?“, bejahte Rentz. Die Vertagungsanträge wurden schließlich abgelehnt. In der Debatte gerieten Freie Wähler und Grüne nicht zum ersten Mal aneinander: Robert Wäger verwahrte sich gegen Josef Fischers (FW) sinngemäße Aussage ‚wer noch nie in einem Feuerwehrauto gesessen habe, könne nicht mitreden‘. Fischer hatte zuvor gewarnt, die in der Ratsklausur gefundene Einigung ins Wanken zu bringen.

10-Jahres-Ausblick soll Aufschlüsse geben

Wäger hält zu viel für vorgegeben und fürchtet, „hinterher kaum mehr etwas ändern zu können.“ Zur Versachlichung trug die Ankündigung des Bürgermeisters bei, dass der Kämmerer einen „10-Jahres-Ausblick“ auf den Etat vorlegen werde. Weil es ohnehin erst 2025 losgehen kann, war Heinrich Lemer (FW) beruhigt: Bis dahin sei die finanzielle Situation der Kommune überschaubarer. Der Rat gab letztlich einstimmig die Machbarkeitsstudie in Auftrag.

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