„Politik braucht Offenheit, Ausdauer – und starke Frauen“: Mit diesem Statement hat Gabi Partsch, Ortsvorsitzende der Hallbergmooser Frauenunion, den Ton für die Jahreshauptversammlung gesetzt. Der Abend im Restaurant Santorini stand im Zeichen des Rückblicks und der Würdigung des weiblichen Engagements.
Zu den Gästen zählten Tanja Knieler, seit kurzem zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Hallbergmoos, und die Ortsvorsitzende der Jungen Union, Sofie Holzmann. In ihrem Grußwort dankte Knieler für die Unterstützung im Kommunalwahlkampf und betonte: Politik bedeute nicht nur Verantwortung, sondern auch Veränderung. Deshalb sei nun die Zeit gekommen, eine neuen Mannschaft in der CSU-Führung zu formieren (siehe eigener Bericht).
Bürgerbegehren: „Es geht um die Zukunft von Hallbergmoos – und unseres Landes“
Mit Blick auf aktuelle politische Themen betonte Knieler: „Wir leben in bewegten Zeiten.“ Am 5. Juli finde das Bürgerbegehren zur Ansiedlung der Drohnenfabrik auf der Senderwiese statt. Unterschiedliche Meinungen dazu seien legitim, nun gelte es jedoch, die Sorgen und Bedenken der Bürger ernst zu nehmen und auszuräumen. „Es geht hier schlicht und ergreifend um die Zukunft von Hallbergmoos, aber auch ein Stück weit um die Zukunft unseres Landes.“
JU-Ortsvorsitzende Sofie Holzmann betonte in ihrem Grußwort die große Bedeutung des Engagements von Frauen und jungen Menschen in der Kommunalpolitik. Gerade im vergangenen Kommunalwahlkampf habe sich gezeigt, mit wie viel Einsatz und Motivation sich diese in die Parteiarbeit eingebracht hätten. Umso wichtiger sei es, ihnen auch künftig Raum zur Mitgestaltung zu geben und sie aktiv in politische Entscheidungsprozesse einzubinden.
In ihrem Jahresbericht blickte Partsch auf zahlreiche Aktivitäten zurück. Höhepunkt war das 25-jährige Jubiläum der FU mit über 100 Gästen. Zudem organisierten die Mitglieder unter anderem Osteraktionen, Seniorenheimbesuche und ein Drachenfest mit rund 200 Teilnehmern. Auch politische Themen standen im Fokus: Die weiterhin unzureichende Beleuchtung an der S-Bahn wurde kritisiert. Zwar sei nach einer kriminellen Tat bereits nachgebessert worden, bei einer Ortsbegehung hätten die Damen jedoch festgestellt, dass weiterhin erheblicher Verbesserungsbedarf bestehe.
Der Ortsverband zählt derzeit 41 Mitglieder. Nach dem Kassenbericht wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet. Abschließend ehrten Partsch und Knieler langjährige Mitglieder für bis zu 25 Jahre Engagement. Seit 25 Jahren gehören Brigitte Multerer und Birgit Baumann der FU an. Für 15 Jahre Mitgliedschaft wurden Sabine Jung und Elke Weber ausgezeichnet. Seit zehn Jahren engagieren sich Karin Eigeldinger und Jeannine Dressel in der Frauen-Union.


