Bald geht’s wieder los mit hochklassigem Ringkampfsport. Die Regionalliga-Saison des SV Siegfried Hallbergmoos beginnt am Samstag, 12. September (19.30 Uhr), mit dem Auswärtsauftritt beim ASV Hof.
Die Truppe um Vereinschef Michael Prill konnte sich im vergangenen Jahr die Meisterschaft holen, doch vor der aktuellen Runde stapelt dieser tief: Die Titelverteidigung sei kaum möglich, vielmehr gehe es darum, nicht zu weit nach unten zu rutschen. Als Gründe nannte er einerseits das fortschreitende Alter im eigenen Kader. Prill selbst, dazu Ergün Aydin, Ahmet Bilici oder Csongor Knipli bewegen sich mit Mitte 30 in Richtung Ende der aktiven Karriere. In der Vorbereitung habe sich dies, so Prill weiter, bereits deutlich bemerkbar gemacht.
Einziger Neuzugang: Dejan Bakic
Der Vorsitzende spricht zwar davon, dass bislang alles nach Plan verlaufen sei: „Aber wir müssen natürlich mit unseren Kräften haushalten und können nicht mehr mit einer solchen Dynamik trainieren, wie es mit Anfang 20 noch der Fall war.“ Dazu gab es mit Dejan Bakic vom TSV Sulzbach lediglich einen Neuzugang. Dieser soll bis 80 Kilo in beiden Stilarten zum Einsatz kommen und damit Jakob Jung ersetzen. Bakic trainiere sehr fleißig, sei top-motiviert, lobt Prill. Als absoluter Siegringer wäre er aber nicht eingeplant.
Siegringer und Publikumslieblinge Anthofer und Madejzyk
Anders sieht‘s da bei erneut an den Start gehenden ausländischen Stars wie Ramaz Silagava (57/61 Kilo Greco), Yavuz Fatih Sentürk (57/61 Kilo Freistil) oder Kristupas Sleiva (75/80 Kilo Greco) aus. Sie blieben in der Vorsaison ungeschlagen, Prill hofft auf eine Wiederholung. Dazu schlugen Maximilian Anthofer (66/71 Kilo) und Jan Madejczyk (71/75 Kilo) richtig ein und avancierten dank ihrer forschen Ringweise zu Publikumslieblingen. Beide unterschrieben auch für die bald startende Runde.
„Wir können uns keine Ausfälle erlauben“
Amir Hussaini (57 Kilo) fällt dagegen verletzt aus, und der Kader sei quantitativ laut Prill sehr knapp bemessen: „Wir können uns eigentlich keine Ausfälle von Stammringern leisten. Bei 14 Kampftagen ist das aber leider unrealistisch.“ Erschwerend komme hinzu, dass die Konkurrenz immens aufgerüstet habe. Der Vereinschef nennt dabei ins-besondere Bundesligaabsteiger Johannis Nürnberg, TSV Westendorf oder SV Oberölsbach.
Aber auch bei den anderen Kontrahenten sah er beim Blick auf die Wechsellisten enorme Bewegung im Kader: „Die Qualität ist auf alle Fälle deutlich gestiegen.“ Vom Niveau könne man die Regionalliga mit der zweiten Bundesliga vor zehn Jahren vergleichen, betont Prill. Nichtsdestotrotz werde man natürlich alles geben, um möglichst viele Siege in die Bilanz zu bringen: „Jeder einzelne Ringer wird das Beste auf der Matte geben.“ Was am Ende herausspringt werde man sehen. Prill verspricht aber spannenden und hochkarätigen Ringkampfsport in der Hallberg-Halle, der erste Heimkampf folgt am Samstag, den 26. September um 19.30 Uhr. Zu Gast sein wird mit dem SC Oberölsbach gleich einmal ein echter Prüfstein.
Bernd Heinzinger