Durch den Abend führten Konrektorin Monika Schmeller und Lehrer Karl Landgraf. Schon bei der Begrüßung wurde klar: Hier wird Insider-Wissen ausgepackt und niemand geschont, am wenigsten der Jubilar selbst.Im Publikum saßen neben Familie und Wegbegleitern auch Schulamtsdirektor Thomas Dittmeyer (früher selbst Konrektor in Hallbergmoos), Bürgermeister Benjamin Henn, Vertreter von Gemeinde, Elternbeirat und Kirchen sowie Weichs‘ designierte Nachfolgerin Sabine Jackermeier.
Durch den Abend führten Konrektorin Monika Schmeller und Lehrer Karl Landgraf. Schon bei der Begrüßung wurde klar: Hier wird Insider-Wissen ausgepackt und niemand geschont, am wenigsten der Jubilar selbst.Im Publikum saßen neben Familie und Wegbegleitern auch Schulamtsdirektor Thomas Dittmeyer (früher selbst Konrektor in Hallbergmoos), Bürgermeister Benjamin Henn, Vertreter von Gemeinde, Elternbeirat und Kirchen sowie Weichs‘ designierte Nachfolgerin Sabine Jackermeier.
Dittmeyer, früher selbst Konrektor an der Schule, zeichnete den beruflichen Weg des scheidenden Schulleiters nach: vom Lehramtsstudium in Regensburg über Stationen in Eching und Freising bis nach Hallbergmoos, wo Weichs seit 2014 die Schule leitete. Er würdigte Weichs als erfahrenen Pädagogen, der das Schulwesen aus vielen Perspektiven kenne – als Lehrer, Schulleiter, Personalrat und Mitarbeiter am Schulamt.
Lösungsorientiert und krisenerprobt
Besonders hob er dessen menschlichen Führungsstil, seine Lösungsorientierung und sein großes Engagement für Lehrkräfte hervor. In seine Amtszeit fielen unter anderem die Digitalisierung der Schule, neue Mittlere-Reife-Klassen, Baumaßnahmen und die Herausforderungen der Corona-Pandemie. „Schule ist nie fertig“, lautete eine der Botschaften des Abends – und kaum jemand habe diese Haltung über zwölf Jahre hinweg so geprägt wie Rudi Weichs.
Bürgermeister Henn hob die Zusammenarbeit mit Weichs hervor. Dessen ruhige Art habe sich gerade in Zeiten großer Bauprojekte und organisatorischer Veränderungen bewährt. Die Schule sei ein wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens, den Weichs über Jahre mit Herzblut ausgefüllt habe und die Schule als wichtigen Mittelpunkt der Gemeinde geprägt habe.
„Bester Mann“ hinterlässt große Lücke
Kerstin Rehm hielt eine emotionale und zugleich humorvolle Laudatio auf Rudi Weichs, seit 2006 stellvertretender Personalratsvorsitzender und BLLV-Kollege – für sie „der beste Mann“. Sie lobte besonders seine Fähigkeit, zwischen Beschäftigten, Schulleitungen und Schulamt zu vermitteln, sowie seine Loyalität und Lösungsorientierung. Auch als Schulleiter habe er stets die Stärken der Menschen gefördert statt ihre Schwächen zu betonen. Rehm bezeichnete ihn als bescheiden gebliebenes Multitalent zwischen Handwerk, Musik und Organisation und betonte die Lücke, die sein Abschied hinterlasse. Als Dank überreichte sie ihm Gutscheine – verbunden mit dem augenzwinkernden Wunsch, auch im Ruhestand aktiv zu bleiben und der „BLLV-Familie“ verbunden zu bleiben.
Schlag den Rudi, Muppetshow und Let’s Dance
Dazwischen sorgte ein abwechslungsreiches Programm für viele Lacher. Lehrer traten bei „Schlag den Rudi“ gegen ihren Chef an, der Saal knobelte beim Quiz, und als Höhepunkt kommentierten die Pfarrer Thomas Gruber und Steffen Schubert a la Muppet-Show-Parodie als Waldorf und Statler das Wirken des Rektors. Urkomisch! Auch die Grundschüler meldeten sich per Videobotschaft zu Wort und gaben ihrem Rektor lustige Tipps für den Ruhestand.
Verneigung vor den Vorbildern
Besonders berührend wurde es, als Rudi Weichs den Blick zurück auf seine Anfänge richtete. Zwei Weggefährten hatte er extra eingeladen: Angelika Bleiel, seine erste Betreuungslehrerin in Eching, die ihm in den 1980er-Jahren mit klaren „Schlüsselimpulsen“ das gute Unterrichten beibrachte – sichtlich gerührt dankte er ihr für diesen Grundstein seiner Laufbahn. Als zweites Vorbild würdigte er Josef Schwendtner, seinen ersten Schulleiter, dessen lockeren, aber konsequenten Führungsstil mit viel Freiraum und Rückhalt für das Kollegium er später selbst zu seinem Leitmotiv machte. Dass beide an diesem Abend im Saal saßen, bewegte den scheidenden Rektor sichtlich.
Zum Abschluss sprach Weichs von einem „Lehrerleben, wie man es sich nur wünschen kann“ und dankte Kollegium, Personalrat und Familie. Von echtem Ruhestand könne kaum die Rede sein – Tennis, Tanz, eine Südafrika-Reise und der Kaffeemaschinen-Reparaturservice für Familie und Freunde würden ihn beschäftigt halten.
Nach Geschenken von Kollegium und Elternbeirat sowie Präsenten für Ehefrau Sigrid – mit der er einst bei „Let’s Dance“ vor Sepp „Motsi“ Fritsch und Martina „Jorge“ Hill einen Jive tanzte – endete der Abend emotional: Der Lehrerchor sang das Abschiedslied „Ohne Dich“, bevor DJ Anton Schober Weichs mit Udo Jürgens’ „Ich würde es wieder tun“ verabschiedete.
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