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Reinwachsen und Sicherheit gewinnen

Schule, Elternbeirat und FFW Goldach richten Corona-Teststraße ein

Test vor dem Test: Markus Huber (First Responder, l.) und Stephan Zobel (1. Kommandant FFW Goldach, r.) testeten sich erst einmal selbst - bevor die Teststraße für Schülerinnen und Schüler eröffnet wurde. Frank Stürzebecher (Elternbeiratsvorsitzender, Mitte) hatte die Helfer mobilisiert. © Oestereich

Präsenzunterricht nur mit negativem Testergebnis: Das gilt seit  gestern (12. April) an Bayerns Schulen. Zwei Mal in der Woche müssen Schülerinnen und Schüler direkt in der Schule einen Corona-Selbsttest machen. Um den Start zu erleichtern, hat man an der Hallbergmooser Grundschule nun kurzerhand eine „Teststraße“ in der ersten Schulwoche nach den Osterferien eingerichtet.

„Wir sind verpflichtet, die Selbsttests unter schulischer Aufsicht zu machen. Wir haben uns entschlossen, dies zu Beginn nicht in den Klassenzimmern zu machen“, erklärt Rektor Rudolf Weichs. „Um reinzuwachsen und Sicherheit zu gewinnen, haben wir uns über den Elternbeiratsvorsitzenden Frank Stürzebecher Helfer geholt. Er hat die Freiwillige Feuerwehr Goldach und die First Responder gewinnen können, uns zu unterstützen.“

Das Team hat kurzerhand eine „Teststraße“ im Foyer der Hallberg-Halle eingerichtet: An vier Tischen liegt dafür alles Nötige bereit. Das Personal: Frauen und Männer des First Responder Teams, alle mit Sanitätsausbildung und geimpft. Stürzebecher selbst ist Notfallsanitäter und arbeitet am Flughafen in der Notfallambulanz, wo man schon seit einem Jahr Erfahrungen mit allen Arten von Coronatests hat.

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Großer Vorteil: Eins-zu-eins-Betreuung

„Durchführen werden die Kinder die Tests selbst. Sie werden aber dabei angeleitet. Hier haben wir eine eins-zu-eins- Betreuung und können individuell auf Fragen der Kinder eingehen. Das ist unser großer Vorteil“, so Stürzebecher. In einer Klasse wäre eine Lehrkraft vielleicht mit 13 Kindern allein.

„Ziel ist es, dass die Kinder Vertrauen in den Test haben und den Ablauf sehen. Ab nächster Woche sind sie damit vertraut und können die Tests dann mit der Lehrkraft in den Klassenzimmern machen“, so Stürzebecher.

Reibungsloser erster Testlauf

Der erste Testlauf lief reibungslos: Zunächst wurden die First Responder von Stürzebecher und Stephan Zobel (1. Kommandant FFW Goldach) über den Ablauf gebrieft und selbst getestet. An den vier Tischen saß anschließend jeweils ein Helfer einem Kind gegenüber und erklärte, wie man das Teststäbchen richtig in die Nase einführt, wie man es in die Testlösung eintaucht und anschließend die Flüssigkeit tröpfchenweise auf den Träger geträufelt.

Fünf 4. Klassen in dieser Woche in halber Klassenstärke im Schulhaus, außerdem die Notgruppen. Die eine Hälfte der jeweiligen Klasse wird montags und mittwochs getestet, die andere Hälfte dienstags und donnerstags. „Ziel soll sein, dass es normal im Unterricht integriert wird und Kinder das problemlos selbst machen können,“ unterstich Rektor Weichs.

Vorerst ist die „Teststraße“ nur für die erste Schulwoche nach den Osterferien geplant. Ob man sie länger anbietet, ist abhängig von den jeweiligen Regelungen, die vom Freistaat Bayern für die Schulen vorgegeben werden. Also wann welche Klassenstufe unter welchen Bedingungen wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren darf.

Die Erst- und Zweitklässler werden, so Weichs, sicherlich auch mehr Hilfestellung bei etwaigen Selbsttests brauchen. Das Hallbergmooser Modell, so berichtet Stürzebecher, ist in Neufahrn bereits auf Interesse gestoßen. Die Erfahrungen gibt man natürlich gerne weiter.

Gesellschaft, Topnews

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