Petrus meinte es gut mit den Fischerfreunden

Trotz heftiger Unwetter: Traditionelles Fischerfest in Hallbergmoos wieder ein Riesenerfolg

Heiße Eisen hatten die Fischerfreunde im Feuer: Am Ende des Tages waren Steckerlfisch-Grill und Schmankerl-Theken leergefegt. © Eva Oestereich

Bange Stunden erlebten die Fischerfreunde Hallbergmoos vor dem Start des Fischerfest am 16. August: Heftige Regengüsse und Gewitter fegten über den Festplatz und zerrten ordentlich an Zelten, Standln und den Nerven der Veranstalter. Noch eine Stunde vor Beginn stand das traditionsreiche Fischerfest kurz vor der Absage.

Doch dann geschah ein kleines Wunder: Pünktlich zur Mittagszeit schloss Petrus die Himmelsschleusen. Die ersten Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg durch die Wolkendecke – und mit ihnen strömten die Besucher in Scharen zum Schulparkplatz, der sich binnen kürzester Zeit in einen gemütlichen Biergarten verwandelt hatte.

„Wir Fischerfreunde hatten uns ja gesagt: Wir feiern auch bei schlechtem Wetter. Aber um 11 Uhr waren wir kurz davor, alles abzublasen“, gestand Vereinsvorsitzender Christian Gaisbauer im Interview mit dem HALLBERGER. Die Wolkenbrüche und Regenmassen hatten das Traditionsfest ordentlich ins Wanken gebracht – obwohl eine Absage eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen wäre.

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Zu viel war bereits vorbereitet: Frischer Steckerlfisch, Fischpflanzerl, Grillfleisch, Würstel und hausgemachter Kartoffelsalat – alles von den zahlreichen Helfern eigenhändig zubereitet. Die reschen Brezen lagen längst im Backofen und warteten auf ihren Einsatz.

Fischer waren gewappnet

Zum Glück hatten die Fischerfreunde vorgesorgt. „Wir konnten zwei zusätzliche Zelte von der SG Edelweiß übernehmen. Zusammen mit unseren eigenen Pavillons hätten wir bei Wind und Wetter locker 500 Leute in Zelte ‚einpacken‘ können“, erklärt Gaisbauer die Notfallstrategie.

Letzten Endes dienten die Pavillons dann aber als willkommener Sonnenschutz und trugen zur besonderen Atmosphäre bei. Kein einziger Tropfen fiel mehr vom Himmel, nachdem das Fest offiziell eröffnet war. Das Festgelände wurde einmal mehr zur stark frequentierten Begegnungsstätte für den ganzen Ort.

Hunderte Gäste ließen sich den Steckerlfisch und die Grillspezialitäten, hausgemachten Kuchen und Obazdn schmecken. Am frühen Abend waren die Schmankerl-Theken restlos geleert – ein untrügliches Zeichen für den Erfolg der Veranstaltung.

Beeindruckendes Teamwork: 60 Helfer sorgen für Feststimmung

Besonders stolz zeigt sich Gaisbauer über den Zusammenhalt im Verein und darüber hinaus. In drei Schichten waren gut 60 Helfer beim Fest selbst eingebunden – und tagelang bei den Vorbereitungen sowie beim Auf- und Abbau aktiv.

„Wir durften die beiden Grillstellen neu pflastern. Vielen Dank an die Gemeinde für die Erlaubnis und den Bauhof für die tatkräftige Unterstützung“, würdigt der Vereinschef die gute Zusammenarbeit mit der Kommune.

Ein besonders großes Dankeschön richtete Gaisbauer an die Bevölkerung: „Ab zwölf Uhr sind die Leute zu uns geströmt. Die Besucher honorieren es und sehen, wie viel Herzblut wir reinstecken.“ Vergleichbares gebe es in der Gemeinde nur beim Maifest der Goldacher Burschen und beim Lampionfest der Goldacher Feuerwehr.

Das nächste Fischerfest ist bereits in Planung – und die Petrijünger zählen wieder felsenfest auf die Unterstützung von Petrus.

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