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Parkhaus für Munich Airport Business Park

Gemeinde will 6,4 Millionen Euro investieren

Die Gemeinde setzt alles daran, die Attraktivität des Gewerbegebiets zu steigern. Im Rat wurde nun eine Machbarkeitsstudie für ein neues vierstöckiges Parkhaus mit 309 Stellplätzen in der Messerschmidtstraße vorgestellt. Es soll Beschäftigten des Munich Airport Business Parks und Besuchern der „Welle“ zur Verfügung stehen. 6,4 Millionen Euro soll das vierstöckige Gebäude schätzungsweise kosten.

Nutzerfreundlich soll es sein und fehlende Stellplätze für das MABP schaffen. Auch an die Besucher der „Welle“, dem künftigen Freizeit- und Bürokomplex auf dem „Filetgrundstück“ an der Ludwigsstraße, hat man gedacht. Denn das Großprojekt, davon geht Bürgermeister Harald Reents aus, wird definitiv realisiert. Das hätten ihm die Projektverantwortlichen versichert. Doch auch von Seiten der MABP-Unternehmen werden Stellplätze vermehrt nachgefragt, hieß es.

Statt 4 nun 6,4 Millionen Euro

Die Machbarkeitsstudie für das gemeindeeigen Parkhaus in der Nachbarschaft des B&B-Hotels stellte Ilja Irmscher (GIVT GmbH Berlin) nun dem Gemeindeerat vor. Abweichend von der ursprünglichen Beschlusslage, empfiehlt der Planer statt einer „Halbgeschossbauweise“ nun Vollgeschosse mit voneinander getrennten Auf- und Abfahrtsrampen. Das erhöhe die Verkehrssicherheit, Leistungsfähigkeit und den Komfort des Parkhauses. Aber auch die Kosten: Von ursprünglich angesetzten 4 Millionen Euro auf nunmehr geschätzte 6,4 Mio. €.

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In Zeiten von Corona, schrumpfender Gewerbesteuereinnahmen und Haushaltssperre mag dies so mancher als kühnes Unterfangen einschätzen. Bürgermeister Reents betrachtet es indes als eine notwendige Maßnahme zur Attraktivitätssteigerung des MABP, wo das Gros der Gewerbesteuereinnahmen der Kommune generiert wird.

Die vom Gemeinderat einstimmig befürwortete Variante 4 sieht nun folgendes vor: Zwischen 309 Stellplätze, Fahrgassen und Rampen ohne Gegenverkehr (Mehrkosten: ca. 500.000 €), ein Fahrgassen-Breite von 5,50 Metern, Schrägparker-Stellplätze, ein extensiv begrüntes Dach, die Grundkonstruktion für eine PV-Anlage (Mehrkosten: 391.000 €), die PV-Anlage mit Batteriespeicher (Mehrkosten: 391.000 €), Ladeinfrastruktur für E-Mobilität (Mehrkosten: 236.000 €), eine Surfbrett-taugliche Aufzuganlage (Mehrkosten: 141.000 €) und eine für Werbeflächen geeignete Fassade (Mehrkosten: 341.000 €). Für Gründung und Baugrundverbesserung sind Extra-Kosten von 330.000 € veranschlagt. Außerdem will man 3 bis 9 Stellplätze für Carsharing einplanen. Für die E-Mobilität rechnet man mit Fördermitteln in Höhe von etwa 100.000 €.

Frage nach den Folgekosten

Irmscher schlug außerdem die Einrichtung eines Parkleitsystems vor. Das könnte man, so die Antwort auf Sabina Broschs (Grüne) Frage, mit einer App verknüpfen. So könnte man beispielsweise Parkplätze im Voraus buchen bzw. reservieren. Auf Unterhalts- und Folgekosten richtete Stefan Rentz (CSU) den Blick: Denn die treffen den Eigentümer – also die Gemeinde – und nicht den späteren Betreiber. Laut Planer variieren die Folgekosten – abhängig vom Bauverfahren. In der Studie habe er einen „mittleren Kostenansatz“ gewählt. Genauere Zahlen wurden nicht genannt, die Studie selbst war als „vertraulich“ eingestuft und daher nur für Gemeinderäte einsehbar.
Sabina Brosch bat noch darum, die Möglichkeiten für „helle“ Frauenparkplätze, sichere Fußgängerstreifen in die Untersuchung und Kostenkalkulation mit einzubeziehen. Robert Wäger machte darauf aufmerksam, dass bisher nur eine Toilette im Parkhaus vorgesehen ist.

Betreiber- und Finanzierungsmodelle werden ausgelotet

Laut Beschluss sollen nun die Planungen auf Basis der Machbarkeitsstudie aufgenommen werden. Gleichzeitig will man Betriebs- und Finanzierungmodelle ausarbeiten. Wissen will man auch, welche personellen Ressourcen die Gemeinde Hallbergmoos stellen muss. Berücksichtigt werden sollen auch die Themen PV-Anlage, Elektromobilität und Carsharing. Selbst betreiben wird die Kommune das Parkhaus voraussichtlich nicht. Aus Sicht des Ortsentwicklungsreferenten Stefan Kronner (SPD) wäre die Park&Ride-GmbH „ein guter Ansprechpartner“. Angepasst werden muss noch der Bebauungsplan für das Gebiet und die Stellplatz-Satzung der Gemeinde.

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