Predazzo vibriert. Die Olympischen Winterspiele 2026 werfen ihre Schatten voraus, und während im Fleimstal die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, schnuppern drei Hallbergmooser unverhofft Olympia-Luft: Georg Förg, Mitbegründer der Städtepartnerschaft, sein Sohn Wolfgang und Neffe Wolfgang Hippele sind im Skiurlaub ungeplant mittendrin gelandet. An den Schanzen, auf die sich in wenigen Tagen die Augen der ganzen Welt richten werden.
Eigentlich wollten sie nur Skifahren. Plötzlich stehen sie mittendrin. Im Zentrum von Predazzo, wo ab 7. Februar im ‚Ski Jumping Stadium‘ die Skispringer und Nordischen Kombinierer um Medaillen kämpfen werden. Flutlicht fällt auf frischen Schnee, die nagelneuen Schanzen recken sich in den Nachthimmel – und dann dieser Moment: Zwei Fackelträger kreuzen ihre brennenden Staffeln direkt vor der imposanten Kulisse. Das Foto fängt ein, was man sonst nur aus dem Fernsehen kennt: diese Mischung aus Gänsehaut und gespannter Erwartung, die nur Olympia erzeugen kann.
Weltbühne trifft auf Dorfidylle
Der Fackellauf zieht durch den verschneiten Ortskern. Die Trägerin im weißen Anzug bahnt sich ihren Weg zum Rathausplatz, flankiert von Helfern, gefolgt vom Begleitkonvoi, rechts und links drängen sich die Zuschauer. Predazzo ist an diesem Abend Weltbühne und Dorf zugleich – ein Ort im Ausnahmezustand, der trotzdem ganz nah bleibt, wie Georg Förg unserer Zeitung berichtet.
Wenn Partnerschaft Geschichte schreibt
Für die Gäste aus Hallbergmoos ist das mehr als Tourismus. Die Städtepartnerschaft, über Jahrzehnte gewachsen durch Almabtriebe, gegenseitige Besuche und private Freundschaften, bekommt mit diesem Fackellauf ein historisches Ausrufezeichen. Man spricht über die kommenden Wettkämpfe, über Begegnungen während der Spiele, darüber, wie sich das kleine Fleimstaler Tal verändern wird, wenn Kamerateams und Fans aus aller Welt anrücken.
Aber vor allem bleibt ein Gefühl: dass große Sportgeschichte manchmal ganz leise beginnt. Wenn man zufällig zur rechten Zeit am richtigen Ort steht – und plötzlich selbst Teil jener Bilder wird, die später um die Welt gehen.
Am Samstag, 7. Februar, geht’s weiter: Dann sitzen Bürgermeister Benjamin Henn, Max Förg (Leiter des Arbeitskreises Predazzo) und Georg Förg beim Damen-Skispringen im Publikum. Gemeinsam mit den Freunden aus dem Fleimstal wollen sie die besondere Atmosphäre im Stadion aufsaugen. Olympia kann kommen.