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Neubau in Goldach, Umbau in Hallbergmoos

Gemeinde überdenkt Planungen für Feuerwehrhäuser grundlegend

Statt Neubau: Die Kommune lässt nun in einer Machbarkeitsstudie prüfen, wie sich das Feuerwehrhaus Hallbergmoos (Theresienstr. 6) ausbauen lässt. © Eva Oestereich

Zwei neue Feuerwehrhäuser in Hallbergmoos und Goldach: An diesen Planungen hält der Gemeinderat angesichts der geschätzten Kosten von 18 bis 28 Millionen Euro nicht länger fest. In der jüngsten Gemeinderatssitzung (15. Juni 2021) schlug man nun ein neuen Kurs ein: In Goldach soll eine neue Wache entstehen. In Hallbergmoos will man möglichst den bestehenden Standort ausbauen.

Bürgermeister Josef Niedermair (CSU) hatte schon vor seiner Wahl im April signalisiert, dass er ein Überdenken der bisherigen Planungen anstoßen wolle. Zu Jahresbeginn hatte der Gemeinderat nach einer hitzigen Debatte eine Studie für den Bau von zwei neuen Feuerwachen in Hallbergmoos und Goldach mehrheitlich gebilligt – und angesichts der hohen Investitionskosten für Wirbel auf politischer Bühne und in der Bevölkerung gesorgt.

Mahnung zur Sparsamkeit

„Es geht hier nicht um 2,50 Euro, sondern um viele Millionen“, unterstrich der Gemeindechef zu Beginn der Ratssitzung. Er verwies auf die Haushaltsdebatte, in der sich der Gemeinderat zur besonderen Sparsamkeit verpflichtet habe.
In seiner Klausur Mitte Mai habe, wie Niedermair darlegte, der Gemeinderat nun das kontroverse Thema „sachlich und zielorientiert“ vorberaten. Offenbar ist es gelungen, die Fronten zwischen Feuerwehr-Lobbyisten und Kostenmahnern aufzubrechen. Das Ergebnis der Vorberatungen fasste Niedermair wie folgt zusammen: Die Wache in der Goldacher Hauptstraße ist „am Limit“. Mangels Um- und Ausbaumöglichkeiten erscheint ein Neubau an andere Stelle sinnvoll.

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Umbaupläne werden aus der Schublade geholt

In Hallbergmoos hingegen will man nun, so der einstimmige Beschluss, die Ausbauszenarien von 2017 heranziehen. Das war eigentlich der ursprüngliche Plan, als Bauhof vor drei Jahren aus dem gemeinsam genutzten Gebäude in der Theresienstr. 6 ausgezogen ist. Die Räume sind seitdem ungenutzt.

„Es wurden bereits viele Pläne entwickelt, die wir aktualisieren können. Da sollten wir drüberschauen“, empfahl Niedermair. Ziel sei es, die Hallbergmooser Wache so zu ertüchtigen, dass sie für die nächsten 20 bis 30 Jahre den Anforderungen genüge. Nach einer sehr sachlichen Debatte beauftragte der Rat einstimmig das Ingenieurbüro Rentz damit, Ausbau-Varianten für die FFW Hallbergmoos zu erarbeiten. Der Planer wird sich laut Beschlussfassung dabei mit den beiden Kommandanten – auch mit Blick auf einsatztaktische Erwägungen – abstimmen. Vom Rat erhielt der Bürgermeister die Zustimmung, sich umgehend auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück für eine neuen Wache der FFW Goldach zu begeben.

Kein Wunschkonzert

Die beschlossene Vorgehensweise stieß einhellig auf Zustimmung: „Wir müssen kostensensibel rangehen“, unterstrich auch Marcus Mey (CSU). Es dürfe allerdings kein Wunschkonzert und „Einflüstern“ nach dem Motto „wir brauchen dies und das noch“ geben. Niedermair versicherte, dass in der Studie „Minimal- und Maximalvarianten“ aufgezeigt werden. Sabina Brosch (Grüne) ließ verlauten, dass es erklärtes Ziel sei, eine für alle Seiten tragbare Lösung zu finden.

Auf dem richtigen Weg

„Es ist der richtige Weg,“ unterstrich auch Thomas Henning, FW-Gemeinderat und Vorsitzender des Hallbergmooser Feuerwehrvereins. „Wir dürfen uns aber nicht totsparen. Wir brauchen zwei funktionierende Feuerwehrhäuser.“

Sicherheitsaspekte im Fokus

Bereits 2018 hatte die Kommune einen Sachverständigen der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) eingeschaltet. Er hatte in einem schriftlichen Gutachten die wichtigsten Aspekte aufgezeigt, die die Betriebssicherheit der beide Feuerwehrhäuser gefährden. Mit dem Gutachter hat der Bürgermeister bereits gesprochen – auch über den möglichen Ausbau in Hallbergmoos. Wenn die neue Machbarkeitsstudie vorliegt, wird der Rat sich erneut mit dem Thema befassen.

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