Bei den Firefit Championships Europe verwandelte sich der Hallbergmooser Volksfestplatz in eine echte Hochleistungs-Arena für Feuerwehrleute. Teilnehmer aus Deutschland, Tschechien, Slowenien, Ungarn und der Schweiz lieferten sich einen Wettkampf, der selbst Zuschauer außer Atem brachte.
Die zweitägige Challenge für Einzelstarter und Staffeln war gleichzeitig der Auftakt zum 150-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Hallbergmoos, das Anfang Juni im großen Stil gefeiert wird. Von einem „Soft Opening“ konnte allerdings keine Rede sein – dafür waren die Anforderungen zu extrem.
Simulation realer Einsätze
Die Wettbewerbe simulieren reale Einsätze unter Atemschutz. Nach dem Startsignal sprinteten jeweils zwei Feuerwehrleute mit einem 20 Kilogramm schweren Schlauchpaket auf der Schulter und kompletter Schutzausrüstung die 60 Stufen eines zwölf Meter hohen Turms hinauf. Oben angekommen mussten sie zusätzlich ein weiteres 20-Kilo-Gewicht per Seil nach oben ziehen.
Doch damit war die Belastungsgrenze längst nicht erreicht: Anschließend galt es, mit einem Vorschlaghammer einen schweren Stahlbalken zu bewegen, bevor die Teilnehmer mit einem gefüllten C-Schlauch über 30 Meter im Slalom zu einer simulierten Brandstelle liefen und diese löschten.
Zum Abschluss wartete die wohl härteste Disziplin: die Menschenrettung. Dabei musste eine 80 Kilogramm schwere Übungspuppe rückwärts über den Parcours bis ins Ziel gezogen werden – Schwerstarbeit unter maximaler körperlicher Belastung.
Die Gastgeber konnten überzeugen: Die Staffel der Freiwilligen Feuerwehr Hallbergmoos kämpfte sich bis ins Viertelfinale vor, musste sich dort jedoch einem starken Team aus Ungarn geschlagen geben.


