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Lamaglück suchen und finden

Wandertouren in unserer Nähe

Ein besonderes Erlebnis sind Lama-Touren bei Nadine Hetzer. © Beate Bodenschatz

Wollig-zotteliges Fell, hochgestellte Ohren, sanftmütige große, dicht bewimperte Augen, die einen zum Dahinschmelzen bringen können – so sehen die Lamas von Nadine Hetzer, Krankenschwester in Teilzeit, Mutter von drei Kindern aus. Man verliebt sich sofort in sie, auch wegen der Sanftmütigkeit und Ruhe, die sie ausstrahlen.

Nach einem Familienurlaub in Südfrankreich ist Nadine Hetzer aufs Lama gekommen. Sie hat sich dort nach einer Wanderung in diese Tiere verliebt. Heute besitzt sie fünf Stuten und bietet heimische Lama-Wanderungen ab Ismaning für Privatpersonen, aber auch für Kindergärten und Schulen an.

Das Glück der Erde …

„Das Glück der Erde…kann auch am Halfter eines Lamas hängen, sagt sie mit einem Augenzwinkern! Nadine Hetzer lebt in Garching, ihre Tiere auf einer großen Wiese in Ismaning – mit Zaun, Unterstand und Futterkrippen. Die ersten drei Stuten kaufte sie auf einem Lama-Gestüt bei Aying und ließ sich fachkundig für deren Haltung schulen. Nach einiger Zeit sind dann noch zwei weitere Lamadamen dazugekommen dazu.

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Lamas hören auf Piff

Wenn sie zum Ausgang oder zum Füttern mit einem schrillen Trillern ruft, kommen Samira, Nahla, Karamba, Miss Nielsen und Ayana sofort.

Klassik, Woolys oder Suris

Die Tiere gehören zum Typ Klassik, das heißt, diese Rasse ist nicht ganz so wollig. Andere Arten sind wolliger, wie die Woolys und die Suris, die sogar noch zotteliger sind und deren Strähnen wie Dreadlocks bis zum Boden herabhängen. Diese Rassen müssen öfter geschoren werden. Die Tiere von Nadine Hetzer haben die Schur nur jedes zweite Jahr im Sommer. Dann wird auch selbst die Wolle verarbeitet. „Sie muss sorgfältig gewaschen und getrocknet werden. Danach kann man sie verspinnen.“ Dafür ist jetzt direkt ein Spinnrad angeschafft und ein Fachkurs für Wollverarbeitung belegt worden.

Mit den Tieren, die ganzjährig draußen sind, hat Nadine Hetzer ein sehr enges Verhältnis aufgebaut. Täglich ist sie, teils in Begleitung ihrer Kinder, bei ihren Lamas, füttert sie, mistet den Laufstall aus.

Viel Pflege nötig

Die Tiere, die zwar sehr unproblematisch gehalten werden können, brauchen aber auch Pflege. So kommt selbstverständlich einmal im Jahr der Tierarzt zur Begutachtung und Entwurmung der Tiere. Alles andere, wie das Scheren, der Schnitt der Zehennägel, die Kontrolle und Pflege des Gebisses, macht Nadine Hetzer selbst. Wie auch das Bauen eines Erhöhungshügels‘, den Lamas lieben. Dort steht dann immer nur der ‚Chef‘ in der Rangfolge.

Und natürlich gehört auch die Weidenpflege mit einer Wälzstelle für die Fellpflege dazu. Das große Areal muss im Wechsel immer neu abgesteckt werden, damit die Tiere nicht dauernd in ein Stück Wiese einkoten, die sie auch abgrasen. Denn wenn dies nicht geschieht, kann durch die Nahrungsaufnahme der Parasitendruck steigen, was wiederum dazu führt, dass sie öfter entwurmt werden müssen.

Bitte keine Leckerlis

„Lamas fressen täglich Heu und Gras und bekommen Mineralfutter zur freien Aufnahme. Viele Besucher glauben, dass die Tiere auch Karotten und Leckerlis fressen. Das bekommt ihnen aber nicht. Der darin enthaltene Zucker kann nicht abgebaut werden, da Lamas keine Insulinproduktion haben. Und eine Handfütterung soll auch gar nicht erst stattfinden, um Streit zwischen den Tieren zu vermeiden.“

Gemütlich und sanftmütige Tiere

Man merkt, dass Nadine Hetzer sich sehr viel Wissen über die Tiere angeeignet hat und dass sie selbst mehr als begeistert von deren Wesen ist.  Vielleicht bietet sie auch deshalb Lama-Wanderungen mit naturnahen Aktivitäten an den Wochenenden und in den Ferien an – auch für Kindergeburtstage und Kindergärten. Und das wird sehr gut angenommen. Gelten die Tiere doch als gemütlich und sanftmütig und werden daher auch zur Therapie eingesetzt.

Achtsamkeit auf Trekking-Touren lernen

„Man lernt bei diesen Trekking-Touren mit den Tieren ruhiger und achtsamer zu werden. Mal nichts zu reden, nur in die Natur hören, seine eigenen Sinne schärfen – so kann man Stress abbauen und entschleunigen. Und Kinder lieben es, wenn sie die großen Tiere führen dürfen – das heißt Verantwortung zu übernehmen und das stärkt das Selbstbewusstsein. Allerdings muss man ihnen beibringen, dass dies keine Kuscheltiere, sondern Fluchttiere sind. Streicheln ist vorwiegend am Hals angesagt.“

Diese lustig aussehenden Tiere vermitteln jedem Gegenüber eine majestätische Ruhe und Gelassenheit und sie bekunden das mit einem leisen Summen…. Lamaglück also!

Und keine Angst: Lamas spucken nur, wenn es um die Rangfolge geht, etwa um einen Kontrahenten einzuschüchtern – Ausnahmen bestätigen natürlich allerdings die Regel!

Beate Bodenschatz

Wer eine Lama-Wanderung bei Nadine Hetzer buchen will, kann sich telefonisch anmelden: 0174 / 215 84 93

Gesellschaft, Reportagen

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