Weil sie während eines Sexualdelikts couragiert einschritten, dem Opfer zur Hilfe kamen und zur Aufklärung des Verbrechens beitrugen, wurden drei Männer am 11. Juli 2025 vom Leiter der Kriminalpolizei Erding, Kriminaldirektor Thomas Weber, besonders geehrt.
Die Männer griffen sofort ein, als sie in den frühen Morgenstunden des 18. November 2024 im Bereich des S-Bahnhofes Hallbergmoos auf Hilferufe aufmerksam wurden. Eine 19-jährige Frau war von einem 25-jährigen Mann in ein Gebüsch eines dort angrenzenden Waldstücks gezogen und über mehrere Stunden sexuell misshandelt worden.
Nachdem die drei Passanten die Hilferufe lokalisieren konnten, trafen sie sowohl auf das Opfer als auch auf den nun flüchtenden Täter. Tilo Gropp und Benjamin Achatz setzten sofort einen Notruf ab und verfolgten den Flüchtenden, bis sie ihn nach kurzer Wegstrecke stellen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten konnten. Franz Püwick kümmerte sich derweil um die junge verletzte Frau, half ihr aus dem Waldstück heraus und betreute sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Die Männer unterstützten ferner noch bei der später am Tatort durchgeführten Tatrekonstruktion der Kriminalpolizei Erding und konnten auch hier mit Hinweisen zur Aufklärung des Sexualverbrechens beitragen.
Ehrung für Zivilcourage
Dieses hohe Maß an gezeigter Zivilcourage würdigten Kriminaldirektor Thomas Weber, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Erding und Erster Kriminalhauptkommissar Stefan Kühnel, Leiter des zuständigen Fachkommissariats 1 mit einer Einladung auf die Dienststelle. Sie sprachen den Männern ihren persönlichen Dank, ihre Anerkennung und ihren höchsten Respekt aus. Tilo Gropp, Benjamin Achatz und Franz Püwick erhielten dabei als Zeichen Ihres außerordentlichen Handeln jeweils eine Urkunde und eine Geldzuwendung.
Gegen den Sexualstraftäter verhängte das Landgericht Landshut mit Urteil vom 10. Juli 2025 eine Gesamtfreiheitsstrafe von 8 Jahren und 8 Monaten.