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Kreaktiv 2021 – Kreativität trotz Corona

Ausstellung im Sportforum: Blick auf die kreativen Rückzugsseiten der Pandemie

Dieses beeindruckende Bild hat Begnigna Jerusalem zur Ausstellung beigetragen. Foto: Eva Oestereich

Mit einer Vernissage ist gestern Abend (9. September) die „Kreaktiv 2021“ eröffnet worden. Dritter Bürgermeister Josef Fischer empfing zusammen mit den Organisatorinnen Andrea Holzmann und Karin Eigeldinger etwa 80 Gäste zu einer Vernissage im Sportforum. Im Mittelpunkt stehen Werke, die während der Corona-Pandemie im privaten Raum entstanden sind.

40 Werke von Menschen zwischen 18 und 88 Jahren

„Kreativität trotzt Corona“: Unter dieses Motto haben Kulturreferentin Andrea Holzmann, Karin Eigeldinger und Andreas Breitenfeld die Aktion „Kreaktiv 2021“ gestellt (wir berichteten). Als man vor einigen Monaten das Konzept entwickelte, so Holzmann, habe sie „nicht im Traum daran gedacht hätten“, dass sie solche Blüten trägt. 40 Werke von Menschen im Alter zwischen 18 und 88 Jahren haben sich beteiligt und zeigen nun in der Ausstellung ihre Arbeiten.

Allen Arbeiten – von der Malerei über Gehäkeltes bis zur Skulptur – ist gemein, dass sie während der Corona-Zeit im privaten Raum entstanden sind. „Originell und einzigartig, mit Neugier auf Neues, mit vielfältigen Materialen und Ausdrucksformen“, wie Holzmann ausführte. Und als Ausdruck der neu erwachsenen Kreativität und Selbstbetätigung im distanzierten Corona-Alltag.

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Den „Kreaktiven“ dankte Holzmann für ihren Mut, ihre Arbeiten nun der Öffentlichkeit zu präsentieren: „Sie senden damit einen Lichtblick und das Signal: Gemeinsam können wir etwas schaffen und erschaffen.“ Maßgeblichen Anteil am Entstehen und Gelingen dieser einzigartigen Aktion habe, wie Holzmann hervorhob, Karin Eigeldinger: „Sie hat so viel Zeit in dieses Projekt investiert. Wenn ich sie nicht an meiner Seite gehabt hätte, wäre ich schier verzweifelt.“

Blick auf die Rückzugsseiten der Pandemie

Eva Müller, Kunstberaterin für zeitgenössische Kunst beglückwünschte die Initiatoren, „dieses Experiment gewagt und damit Menschen in Hallbergermoos einen zusätzlichen Anreiz für ihre kreative Arbeit geschaffen zu haben“. Mit einer Aktion, die nicht auf Wettbewerb, Reputation oder Preise ausgerichtet sei. Sondern die Einschränkungen und Rückzugsseiten der letzten zwei Jahre in der Corona-Pandemie beleuchte.

„Als Gesellschaft geht es uns schon sehr lange sehr gut. Wir kannten es also nicht, plötzlich so eingeschränkt zu werden und hatten es bislang nicht nötig, so viel Rücksicht aufeinander zu nehmen,“ unterstrich sie. Viele Probleme hätten sich, so Müller weiter, angesammelt, denen Menschen mit Kreativität, einem „Wir“-Gefühl und Empathie zu begegnen suchten. „Was macht man in der Freizeit, wenn so vieles wegfällt: Keine Clubs, Restaurants- oder Museumsbesuche?“ stellte Mueller als Frage in den Raum.

Welche Antworten die Hallbergmooser „ohne Anspruch auf Perfektion und Professionalität, einfach nur mit der Freude am Tun“, so Müller, gefunden haben, ist noch bis Sonntag zu sehen.

Die Ausstellung im Sportforum in Hallbergmoos (Am Söldnermoos 61) ist bis 12. September jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Kultur

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