Kenianische Delegation ist nach erfolgreichen Special Olympics World Games wieder zuhause

Freisings Host-Town-Gäste gewannen die meisten Goldmedaillen

Meist vorneweg liefen die Langstreckenläufer aus Kenia.

Eine Woche lang kämpften sie bei den Special Olympics World Games in Berlin um Platzierungen und Medaillen. Inzwischen sind die Sportlerinnen und Sportler aus Kenia, die zuvor im Rahmen des Host Town-Programms ein paar Tage im Landkreis Freising verbracht hatten, wieder zuhause angekommen. „Unsere Freunde sind müde, aber gut nach Hause gekommen“, sagte Robert Wäger, Weiterer Stellvertreter des Landrats und Organisationsleiter des Host Town-Projekts im Landkreis Freising.

Am späten Sonntagabend war der Großteil der kenianischen Delegation mit dem Zug aus Berlin wieder in München angekommen, um anschließend vom Flughafen aus die Heimreise nach Nairobi anzutreten. Wäger und Birgit Jäckels vom Host Town-Organisationsteam im Landkreis holten die Kenianer am Hauptbahnhof München ab und begleiteten sie zum Flughafen. „Wir hatten uns gedacht, dass es für die Delegationsführung schwer sein dürfte, die richtige S-Bahn zum Flughafen zu bekommen.“ Es sei eine Herausforderung, eine derart große Gruppe durch den Bahnhof hinunter zum Gleis zu bringen und dann auch in den richtigen Zug zu setzen.

„Vorher sagt man noch, wir nehmen die S8, dann kommt als erstes eine S8 zum Ostbahnhof: ‚Nein da nicht einsteigen, erst in die nächste‘.“ Und am Flughafen müssen auch alle möglichst schnell aussteigen, bevor sich die Türen wieder schließen. Dann halfen Wäger und seine Mitstreiter den Kenianern noch dabei, das korrekte Gate zu finden. Dann hieß es endgültig Abschied nehmen.

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Jedes Teammitglied hat Medaille im Gepäck

Jeder der Delegation aus Kenia hat übrigens eine Medaille im Gepäck. Bei den Spielen gewannen die Kenianer die meisten Goldmedaillen. Warum die einzelnen Mannschaften nicht als Nationalteams unter ihrer Flagge antreten durften, erklärte Vincent, einer der kenianischen Sportler: „Die Weltbewegung Special Olympics möchte keinen Wettkampf zwischen den Nationen. Es soll ein inklusives Sportfest sein, ohne nationale Grenzen. Deshalb werden bei den Medaillenvergaben auch keine Nationalhymnen gespielt, sondern Lieder die sich die Sportler wünschen.“

„Jetzt ist das Host Town-Programm für uns erstmal vorbei. Irgendwie schade“, so lautet Wägers Fazit. Denn die Dankbarkeit und die Freude, die die Leute aus dem ostafrikanischen Land versprühten, war spürbar. „Und auch deren wahnsinnige Gelassenheit, die uns manchmal in Stress versetzt hat.“

Mit dabei im Berliner Olympiastadion

Landrat Helmut Petz, der mit Wäger und einigen weiteren Mitgliedern des Organisationsteams bei der Eröffnungsfeier im Berliner Olympiastadion dabei war, bedankte sich sehr herzlich beim Organisationsteam, das ein buntes Rahmenprogramm für den Aufenthalt der Delegation im Landkreis zusammengestellt, organisiert und sich in der gesamten Zeit um die Besucher gekümmert hatte. „Sie haben die Gäste aus Kenia mit offenen Armen empfangen, ihnen die bayerische Lebensart nahegebracht und ein Zeichen für gelebte Inklusion gesetzt.“

Zwei der erfolgreichen Sportlerinnen aus Kenia: Linah Gashahun (l.) und Lyn Owendi gewannen im Badminton-Doppel die Silbermedaille.
Sport

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