Dick eingepackt, mit heißen Getränken und bester Laune: Rund 300 Zuschauerinnen und Zuschauer ließen sich am Samstag, 24. Januar, nicht von der winterlichen Kälte abhalten und füllten den Innenhof des K&F-Getränkemarkts bis auf den letzten Platz. Grund dafür war ein Auftritt, der fest zum kulturellen Herzschlag gehört: der Schäfflertanz.
Seit 1928 wird der Ismaninger Schäfflertanz von den Mitgliedern des Bauerntheaters Ismaning aufgeführt. Seine Wurzeln liegen jedoch im München des 16. Jahrhunderts. Nach einer schweren Pestwelle versprachen die Schäffler (Fassmacher), mit einem Tanz alle sieben Jahre Mut, Zuversicht und Freude zu vermitteln und somit die Menschen wieder zurück ins öffentliche Leben zu holen. Ein Versprechen, das bis heute lebendig geblieben ist, auch über die Ortsgrenzen hinaus.
Herzerl und Heiterkeit
Vor dem K&F-Getränkemarkt zeigten rund 30 Tänzer gemeinsam mit der Blaskapelle präzise Figuren und schwungvolle Choreografien. Vier Kasperle begleiteten den Auftritt und sorgten mit Späßen und aufgemalten Herzchen auf den Wangen der Besucher für zusätzliche Heiterkeit. Für einen besonderen Blickwinkel sorgte außerdem ein Kasperl: Er begleitete die Blaskapelle mit seiner Triangel aus luftiger Höhe vom Gabelstapler aus.
Auftritt bei K&F: Seit 21 Jahren fester Bestandteil des Schäffler-Programms
Dass hinter der Tradition viel Einsatz steckt, zeigt ein Blick auf den Terminplan: Mit durchschnittlich zehn Auftritten pro Tag ist der Terminkalender der Schäffler in der Saison sechs Wochen lang eng gefüllt. Der Auftritt beim K&F-Getränkemarkt in Hallbergmoos, der seit mehr als 21 Jahren fester Bestandteil des Schäfflerprogramms ist, war auch diesmal ein wichtiger Halt, bevor es weiter zu mehreren Familien sowie zur Katholischen Frauengemeinschaft am Kirchplatz und zum Marktplatztreff in Neufahrn ging.
Als Gastgeber lud der K&F-Getränkemarkt die Besucher und die Ismaninger Schäffler zu Krapfen, Glühwein und Würstl ein. Im Rahmen des Tanzes wurden als Dank für die Einladung und Unterstützung auch die Gastgeber selbst geehrt: Sepp Fischer, Hildegard Fischer und die Familie Kaiser wurden hochleben gelassen und durften traditionell ein Stamperl aus dem Reifen trinken.
SARAH FELSL
