Mit einer neu gestalteten Homepage, klarer Struktur und einem verstärkten Fokus auf Vernetzung präsentiert sich die Stiftung ‚Hallbergmoos hilft“ nach einer Phase der Weiterentwicklung. Erklärtes Ziel ist eine schnelle, unbürokratische Hilfe für Bürger in Not.
„Wir haben es endlich geschafft, unsere Homepage zu überarbeiten“ sagt Adi Merkl. Der pensionierte VR-Bank-Vorstand ist Vorsitzender des Stiftungsrates. „Wir wünschen uns nun, dass viele Menschen draufklicken.“ Unter www.hallbergmoos-hilft.de ist alles Wissenswerte rund um die 2008 von Altbürgermeister Klaus Stallmeister gegründete Stiftung zu finden.
Der neue Internetauftritt ist mehr als Information. Er soll den Zugang zur Hilfe erleichtern. „Viele Menschen wissen nicht, an wen sie sich wenden können“, sagt Ärztin und Beirätin Nadja Thiel. „Bei uns müssen sie nicht fünf verschiedene Stellen abklappern. Wir koordinieren alles.“
Im Fokus: Aufbau eines lokalen Netzwerks
Ein zentrales Element der Neuausrichtung ist der Aufbau eines lokalen Hilfsnetzwerk. Man versteht sich zunehmend als Koordinator, der verschiedene Unterstützungsangebote
zusammenführt. Mit im Boot sind u.a. Ämterlotsen, die mobile Sozialarbeit der Gemeinde und die Nachbarschaftshilfe. „Wenn jemand zu uns kommt, schauen wir
gemeinsam: Wer kann am besten helfen?“ erklärt Tanja Voges.
Gerade bei komplexen Fällen habe sich dieses Vorgehen bewährt, so die ehemalige Leiterin der Tafel. Sie leitet seit April 2025 ist Geschäftsstelle. Beiratsmitglied Josef Niedermair, Bürgermeister a.D., betont den Wert dieses Ansatzes: „Oft reicht schon der passende Kontakt. Viele Betroffene wissen gar nicht, welche Ansprüche oder Möglichkeiten sie haben.“ Selbst wenn keine direkte finanziell Hilfe geleistet werde, sei die Hilfe bei der Orientierung oft entscheidend.
Diskret, schnell und persönlich
Ein Vorteil der Stiftung: Sie agiert diskret, schnell und persönlich. „Es ist keine Behörde. Das senkt die Hemmschwelle“, so Thiel. Vor jeder Hilfe steht eine Bedürftigkeitsprüfung. „Wir helfen gerne, ab wir müssen verantwortungsvoll mit den Mitteln umgehen,“ betont Merkl. Weil man diskret agiert, kann man die geleistete Unterstützung nicht öffentlich machen. „Da entsteht vielleicht der Eindruck, es passiert nichts. Aber das stimmt nicht“, unterstreicht Merkl.
Die Stiftung unterstützt laut Satzung ausschließlich Bürger der Gemeinde Hallbergmoos. Die Spenden kommen also ausschließlich Menschen, die hier leben, zugute – ein Aspekt, der laut Voges für viele Spender wichtig ist. „Viele möchten gezielt vor Ort helfen.“ Spender können selbst entscheiden, ob ihr Geld direkt Bedürftigen zugutekommt oder in den Kapitalstock der Stiftung fließt. Die Zinserträge aus dem Stiftungskapital sind jedoch überschaubar. Deshalb bleibt man auf Spenden angewiesen.
Mit dem neuen Internetauftritt und einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit will ‚Hallbergmoos hilft‘ Hilfesuchende wie Spender gleichermaßen erreichen. „Manchmal ist einfach Zuhören schon der erste Schritt – und den Menschen Wertschätzung entgegenzubringen“, weiß Voges.




