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Hallberger Herbst – mit Abstrichen

Keine Genehmigung für Tag der Vereine und Sportpark-Jubiläum

Das zehnjährigen Jubiläum des Sport- und Freizeitparks in Hallbergmoos wollte die Gemeinde feiern. Das daraus wird nichts. © Eva Oestereich

Zwei Mal in Folge musste der Hallberger Kultursommer wegen Corona schon ausfallen. Nun wollte die Kommune ein Alternativ-Programm anbieten: Den Hallberger Herbst. Doch daraus wird nichts. Jedenfalls nicht in geplanten Umfang. Das Landratsamt hat die größeren Veranstaltungen – den Tag der Vereine und das Jubiläumsfest zum zehnjährigen Bestehen des Sportparks – nicht genehmigt.

Verantwortliche verärgert

Bürgermeister Josef Niedermair (CSU) äußerte sich in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung verschnupft: „Eigentlich wollte ich jetzt ein schönes Herbstfest ankündigen. Aber wir dürfen nicht. Ich kann’s überhaupt nicht verstehen. In Fußballstadien sitzen Tausende von Fans ohne Masken, jubeln und umarmen sich. Wir hatten ein gutes Konzept. Das wurde abgelehnt.“

Stirnrunzeln auch beim Sportpark- und Veranstaltungsmanager der Gemeinde Benjamin Henn. Er erläuterte auf Nachfrage, was eigentlich geplant war: Ein „Tag der Vereine“ am 19. September. Dort wollte man Organisationen und Sportvereinen eine Bühne geben, sich zu präsentieren: Mit Hütten, einem Markt und einer Bimmelbahn, die durch den Sportpark fährt.

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Abgelehnt! Weil, so führt Henn aus der Begründung des Landratsamts an, laut bayerischer Infektionsschutzverordnung Veranstaltungen und Feiern auf öffentlichen Plätzen landesweit untersagt sind. Und es sich bei dem geplanten Event auch nicht um einen Markt im Sinne der Verordnung handle.

Zweierlei Maß?

Im Hallbergmooser Rathaus wundert man sich einigermaßen, dass andererseits das Familienfest in Freising (3. – 19. September) mit einem 15.000 Quadratmeter großen Familienpark, Marktständen und historischem Biergarten mit 400 Sitzplätzen möglich sein soll. Die Stadt Freising und Schausteller planen den „Freisinger Sommer in der Stadt“ als Ersatz fürs Freisinger Volksfest, warten aber noch auf grünes Licht der Aufsichtsbehörde.

„Wir hatten fünf Stationen auf 160.000 Quadratmeter Freifläche geplant, die 3-G-Regeln eingehalten, Registrierung und Security an den Zugängen eingesetzt“, führte Henn zum Vergleich an. Ablasen musste man auch das geplante Jubiläumsfest – exakt zehn Jahre nach der Eröffnung des Sportparks am 24. September. Die schon gedruckten Einladungskarten für 200 geladene Gäste, aus Politik, Gesellschaft und Vereinen wandern nun in den Papierkorb. Denn je nach Inzidenz gestattet das Landratsamt maximal 50 bis 100 Gäste.

„Dafür stehen Aufwand und Kosten in keiner Relation“, so Henn. Man werde aber versuchen, die Veranstaltung so bald wie möglich in anderem Rahmen nachzuholen.

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