Als letzte der im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen hat die SPD ihre Bewerber für die Gemeinderatswahl am 8. März 2026 präsentiert. Bei der Versammlung Ende Dezember im Oro di Napoli stellte der Ortsverband ihre Listenkandidaten und Ziele vor. Von den 24 Kandidaten sind sieben SPD-Mitglieder und 17 parteilose „Friends“.
„Uns ist es gelungen, eine Liste zusammenzustellen, die die Bevölkerung wirklich widerspiegelt“, unterstrich Stefan Kronner. Der 53-jährige Bauingenieur, seit 1996 im Gemeinderat und 2024 Bürgermeister-Kandidat, ist stolz auf die ausgeglichene Geschlechterverteilung: Zwölf Frauen und zwölf Männer kandidieren im Wechsel, beginnend mit Kronner auf Platz eins und Christiane Oldenburg-Balden auf Platz zwei. Auf Platz 3 folgt Erhard Breust (65), Betriebswirt und in Sport, Kultur oder Sozialwesen ehrenamtlich engagiert.
Oldenburg-Balden, 61-jährige Journalistin und Gemeinderätin, macht die Betreuung älterer Menschen zu einem ihrer Schwerpunkte. Sie forderte die Einrichtung eines Pflegestützpunkts sowie einen ambulanten Pflegedienst und Tagespflege in der Gemeinde.
Querschnitt der Gesellschaft
Die Liste repräsentiert einen Querschnitt der Gesellschaft – vom Schüler bis zum Rentner. Der jüngste Kandidat ist der 18-jährige Gymnasiast Egehan Mafoudh, der älteste der 70-jährige pensionierte Polizeibeamte Max Kreilinger. Das berufliche Spektrum reicht von der Verwaltungsfachwirtin über den Berufsfeuerwehrmann bis zur Raumfahrtingenieurin.
Unter dem Motto „Gemeinsam. Sozial. Für alle. Uneigennützig“ steht das Wahlprogramm. Zu den Kernforderungen gehören bezahlbarer Wohnraum, verlässliche Kinderbetreuung und bessere Infrastruktur. „Wir wollen keine Klientelpolitik betreiben“, so Kronner. Als konkrete Projekte nannte er die Nutzung des alten Feuerwehrhauses in Goldach als Begegnungsstätte, kommunalen Wohnungsbau und den lange geforderten Badeweiher.
Miteinander von Alteingesessenen und Neubürgern
Ein besonderes Anliegen ist der SPD die Förderung des Miteinanders zwischen Alteingesessenen und Neubürgern. Auch hier spiegelt die Liste die Gemeindestruktur wider: Jeweils zwölf Kandidaten sind in Hallbergmoos geboren, zwölf zugezogen.
Anna Kreilinger-Pitters, Verwaltungsfachwirtin auf Platz vier, hob die Bedeutung eines höheren Frauenanteils im Gemeinderat hervor. Brigitte Sageder (69), pensionierte Krankenschwester, kritisierte fehlende Angebote für Teenager.
Einen ungewöhnlichen Werdegang bringt Peter Wagner mit, der auf Platz 15 kandidiert. Der 27-Jährige ist gelernter Bäcker, studierte Soziologie und arbeitet ab Januar als Datenanalyst. „Trotz sinkender Einnahmen müssen die Finanzmittel vernünftig eingesetzt werden zum Wohle aller“, fordert er.
Der Stachel im Fleisch
Der SPD-Ortsvorsitzende Max Kreilinger formulierte das Ziel pragmatisch: „Wenn wir drei oder vier Sitze holen, sind wir auch schon wieder vertreten und können den Stachel im Fleisch spielen.“