Drogendelikte bei Rave-Festival

Zwei Besucher in Klinik und Psychatrie

Vom 28. bis 30. Juli fand in Hallbergmoos (Landkreis Freising) auf dem Gelände des Hausler-Hofes zum zweiten Mal das Traumtänzerfestival – eine Rave-Musikveranstaltung – statt. Die Polizeiinspektion Neufahrn begleitete die wie es heißt, „grundsätzlich friedliche und gut organisierte Veranstaltung“ mit Unterstützung ziviler Beamter der Zentralen Ergänzungsdienste Erding vornehmlich durch Rauschgiftkontrollen. Auf dem Gelände wurden am Freitag und Samstag insgesamt 13 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt und zur Anzeige gebracht – zu gleichen Teilen wegen Besitzes von Cannabis und synthetischer Drogen.

Renitenter 19-Jähriger

Im Rahmen eines Rettungsdienst-Einsatzes am Samstagabend gegen 20 Uhr verhielt sich ein 19-Jähriger stark renitent, weshalb polizeiliche Unterstützung für den Transport ins Klinikum Freising angefordert worden war. Der junge Mann hatte zuvor wohl diverse Rauschmittel auf dem Traumtänzer-Festival konsumiert, was zu starken gesundheitlichen Problemen geführt hatte. Beim Entleeren der Kleidung des Mannes, im Klinikum, konnte anschließend eine geringe Menge Betäubungsmittel festgestellt werden. Das Rauschgift wurde beschlagnahmt, der Mann blieb im Klinikum. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen illegalem Besitzes von Betäubungsmittel eingeleitet.

25-Jährige wegen Eigengefährdung in psychiatrische Klinik eingewiesen

Schließlich wurde die Polizei am 31. Juli gegen Mitternacht alarmiert, da sich eine 25-Jährige unerlaubt auf dem Gelände des Festivals befand. Bei Eintreffen der Streifenbesatzung war die Frau völlig desorientiert und wurde zunehmend aggressiver. Da der Gemütszustand der Frau sehr schwankte, sie  keine Angaben machen konnte, woher sie kam oder wo sie wohne wurde sie zunächst aus Gründen der Eigengefährdung in polizeilichen Gewahrsam genommen. Als ihr psychischer Zustand dann zunehmend problematisch und die Frau immer aggressiver wurde, musste sie in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen werden. Als Ursache lässt sich eine Kombination aus Drogen und Alkohol vermuten, heißt es im Polizeibericht. Die Frau hatte bei Übernahme durch die Streifenbesatzung eine Atemalkoholwert von 1,3 Promille.

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