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Federvieh auf dem Vormarsch

Hühner werden als Haustiere immer beliebter. © Beate Bodenschatz

Homefarming ist en vogue!  Und deshalb sind auch Hühner wieder auf dem Vormarsch in der Haustierhaltung – sie erleben eine Renaissance. Heute ist es wieder Trend, sein eigener Frühstückseilieferant zu sein. Wir erleben gerade rechtzeitig zu Ostern einen Boom bei der Haltung von Federvieh.

Prominente sind aufs Huhn gekommen

Prominente Mitstreiter gibt es schon in Hollywood aber auch bei uns. Die Tagesschau-Specherin Judith Rakers und die Entertainerin Barbara Schöneberger sind zum Beispiel auch auf den Geschmack gekommen.  Sie halten eigene Hühnerfamilien und lieben es, die Ställe auszumisten und die Tiere zu füttern. „Man kann mit den Tieren zwar nicht kuscheln, aber durchaus kommunizieren und mit Geduld fressen sie einem aus der Hand!“ Judith Rakers hat sogar ein Buch über Vorteile der Hühnerhaltung und des Homefarmings geschrieben und zeigte ihre Vorliebe aktuell auch bei ‚The Masked Singer‘. Dort ist sie als niedliches, plüschiges Küken aufgetreten.

Hühner sind Haustiere

Hühner gelten als Haustiere, sind nicht genehmigungspflichtig und auch in Wohngebieten erlaubt.  Bis zu zehn Hühner darf man sich zulegen, auch wenn man die Nachbarn nicht direkt über das zukünftige Gegacker informiert. Das müssen Hundehalter schließlich auch nicht. Bei einer Haltung In Kleingartensiedlungen sollten aber die speziellen Vereins-Richtlinien studiert und eingehalten werden.

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Wie Ställe aussehen sollten

Mobile Hühnerhäuser sind gefragt und durchaus erschwinglich – feste Bauten brauchen allerdings eine Baugenehmigung.  Auch ehemalige Gartenholzhäuser können umgerüstet und mit Nistkästen und Stangen versehen werden. Hühnerställe sollten nicht zu groß sein, da die Tiere sich gegenseitig wärmen. Wichtig: Fünf Hühner benötigen eine Stallfläche von ca. einem Quadratmeter; glückliche Hühner benötigen auch ein Außengehege, das ca. vier qm pro Huhn groß sein sollte.

Zu beachten ist außerdem, dass die Hühner beim Veterinäramt und der Tierseuchenkasse anzumelden sind. Bei einem etwaigen regionalen Ausbruch der Geflügelpest gibt es eine Stallpflicht für die Tiere, bzw.  muss der gesamte Auslauf als Voliere eingezäunt werden, damit die Krankheit nicht auf Wildvögel übergreift. Und das ist jetzt gerade aktuell in verschiedenen Regionen Bayern der Fall – auch im Landkreis Freising!

Einfach in der Haltung

Hühner sind ansonsten einfach zu halten:  der Stall muss sauber und trocken sein, immer eine Schale mit frischem Wasser hinstellen, viel Grünzeug picken lassen und etwas Mineralfutter zufüttern – dann kann man auf seine eigenen Bioeier warten, mit denen das Tier dann seinen Halter belohnt. Und dann kann auch Ostern kommen – der Osterhase ist froh über jeden extra Ei-Lieferanten!

Beate Bodenschatz

Gesellschaft, Reise und Freizeit, Reportagen

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