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Event-Arena am Airport mit 20.000 Plätzen

Hallbergmoos will sich Pläne für Mega-Projekt vorstellen lassen

Die Planungen für die dritte Startbahn am Flughafen München werden bis 2028 auf Eis gelegt © Eva Oestereich

Eine riesige Event-Arena mit bis zu 20.000 Plätzen – für Popkonzerte, Kongresse und TV-Shows: Nachdem Pläne für das „MUC Convention Center“ aus dem Planungsausschuss der Stadt Freising an die Öffentlichkeit durchgedrungen sind, beschäftigt das Projekt nun auch die politisch Verantwortlichen in Hallbergmoos. Denn ein solches Mammutprojekt könnte die angespannte Verkehrssituation vor Ort noch verschärfen.

Sabina Brosch (Grüne) bat Bürgermeister Harald Reents (CSU) heute Abend im Bauausschuss darum, die Projektverantwortlichen in den Gemeinderat zu holen. „Wir wären nicht unerheblich vom zusätzlichen Verkehr betroffen. Da sollten wir uns selbst ein Bild machen können“, führte sie an.Verantwortlich für das  Projekt ist nicht der Flughafenbetreiber, sondern Immobilienentwickler.

Noch nicht in trockenen Tüchern

Der Gemeindechef stimmt mit Brosch überein. Er habe, so Reents, bereits das Gespräch mit Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher gesucht und erfahren, „dass da mitnichten alles in trockenen Tüchern ist.“ In Freising hat die Projektvorstellung laut Berichten des Münchner Merkur ein gemischtes Echo ausgelöst. Während sich Befürworter positive Effekte für Wirtschaft und Gastronomie versprechen, warnen Skeptiker vor massiven Verkehrsproblemen und kritisieren die unzureichende Verkehrsanbindung.

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Nadelöhr Hallbergmoos: Ausbau und Verlagerung der B 301 „längst überfällig“

Ob die Event-Arena nun kommt oder nicht, so unterstrich der Hallbergmooser Bürgermeister gegenüber unserer Zeitung, sei der Ausbau der Bundesstraße B 301 „längst überfällig“. Sollte das Projekt realisiert werden, sieht er die Gemeinde Hallbergmoos als Verfahrensbeteiligte. Man werden sich dann die Verkehrsgutachten genau anschauen.

Die Gemeinde südlich des Flughafenzauns ist bekanntlich das Stau-geplagte Nadelöhr am Flughafenzubringer B 301. Man fordert man schon seit Langem einen vierspurigen Ausbau der Bundesstraße und die Verlagerung der Trasse. Denn die ehemalige Kreisstraße FS 44 wurde zwar zur Bundesstraße aufgestuft, aber nicht entsprechend ertüchtigt und ist immer noch zweispurig.

Hallbergmoos hat es zumindest planerisch durchsetzen können, dass die B 301 in Richtung Westen neben die Trasse der Flughafen-S-Bahn verlegt wird und dort eine separate Flughafenzufahrt geschaffen wird. Im Bundesverkehrswegeplan ist das Vorhaben vorgesehen – allerdings in ferner Zukunft: Im sogenannten „vordringlichen Bedarf“ ist nur der Abschnitt zwischen der Flughafen-Auffahrt und der Anschlussstelle Freising-Ost. Hallbergmoos darf hingegen erst mittelfristig und wahrscheinlich nicht vor 2030 mit der „Wunschtrasse“ und Entlastungen rechnen.

Politik, Topnews

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