Die Freie Wählervereinigung „Einigkeit“ hat 24 Kandidaten für die Gemeinderatswahl am 8. März 2026 nominiert – mehr als die Hälfte sind politische Neulinge.
Von den 28 Mitgliedern, die sich im Festsaal des Alten Wirts versammelt haben, gilt die Aufmerksamkeit aber zunächst zwei Männern, die sich aus der Kommunalpolitik zurückziehen. Helmut Ecker, 73, kann sich nun zurücklehnen: „Ach ist des schee, wenn man nur als Beobachter hier sitzen kann“, sagt er mit einem Lächeln zu seinen Tischnachbarn. Im Mai 2026, nach 30 Jahren als Gemeinderat, Fraktionssprecher und zweiter Bürgermeister, wird Ecker seinen Ratssitz räumen. „Das ist eine echte Hausnummer“, würdigt Fraktionssprecher Markus Loibl die Verdienste Eckers unter dem Applaus der Anwesenden.
Auch sehr lange, wenngleich vielleicht etwas weniger im Rampenlicht, war das Engagement von Wolfgang Reiland (63). Zwölf Jahre gehörte er dem Gemeinderat an, führte die Fraktion und leitete mit unbeugsamer Konsequenz den Rechnungsprüfungsausschuss. Besonders bei der Schaffung des Goldachparks als Vorsitzender des Arbeitskreises machte er sich einen Namen.
Kandidaten im Alter zwischen 25 und 64 Jahren
In ihre Fußstapfen wollen nun 24 Kandidaten im Alter zwischen 25 und 64 Jahren treten, die die parteifreie Wählervereinigung für die Gemeinderatswahl 2026 nominiert hat. 14 von ihnen kandidieren zum ersten Mal. Beruflich wurzeln die Nominierten in der Landwirtschaft, vertreten sind zudem Handwerk, Berufsfeuerwehr sowie kaufmännische und soziale Berufe. Unter den 24 Kandidaten finden sich lediglich fünf Frauen. Die aussichtsreichste Position auf Listenplatz vier nimmt Kindergartenleiterin Sieglinde Oppermann-Schmid ein.
Markus Loibl und Hermann Hartshauser treten wieder an
Mit Markus Loibl und Hermann Hartshauser stellen sich zwei amtierende Gemeinderäte erneut zur Wahl. Niklas Weltmaier, 26, seit März Vorsitzender der Einigkeit, kandidiert auf Platz fünf.
Inhaltlich will sich die Wählervereinigung unter anderem für eine verbesserte Flächennutzung und Nachverdichtung einsetzen, Landwirtschaft und Vereine unterstützen sowie Familien und Wirtschaft fördern. Auch die Infrastruktur soll verbessert werden.
Wahlleiter Günter Frombeck, der die En-bloc-Abstimmung der gesamten Liste mühelos über die Bühne brachte, richtete einen Appell an die Bewerber: „Ich habe etwas gegen das Wort Wahlkampf. Lasst es uns Wahlinformation nennen und mit Leben füllen.“
