„Nichts hat sich verändert“, stellte Christian Maier schmunzelnd fest, als er nach gut 20 Jahren wieder auf der Bühne im Alten Wirt in Hallbergmoos stand. Na ja – fast nichts.
Neu war diesmal die Lichterdeko, die ihm im Gesicht oder im „Gnack“ hing, letztlich jedoch den Saal kurzerhand in „Hallbergmoos unter dem Sternenhimmel“ verwandelte. Und genauso fühlte sich der Abend auch an: warm, leuchtend und voller guter Stimmung.
Mit seinem Programm „Schokoladenseit’n“ bescherte Maier den Gästen einen Abend, der vor Lebensfreude, musikalischer Klasse und positiver Energie nur so sprühte. Unterstützt wurde er dabei von dem großartigen Musiker Fabian Eigenstetter am Schlagzeug, gemeinsam sorgten die beiden für einen Sound, mal mitreißend, mal gefühlvoll und immer authentisch. Besonders charmant: der Altersvergleich auf der Bühne. „Fabian ist Vollmilch und ich Cappuccino“, meinte Maier lachend über seinen 23-jährigen Mitmusiker.
Seine ganz persönliche „Schokoladenseit’n“ zeigte der Musiker gleich im ersten Lied. Und auch wenn das Leben manchmal nicht geschniegelt daherkommt, hat Maier dafür sein ganz eigenes Motto: „Zsammfoin, Aufsteh. Krone richten. Weitergeh. Wos sonst?“ Spätestens da war klar: Dieser Abend geht nicht nur ins Ohr, sondern direkt ins Herz. Natürlich durfte auch kräftig mitgesungen werden – etwa bei „Hau de her, loan de zua“ oder „Prost aufs Leben“.
Zwischen humorvollen Geschichten, ehrlichen Gedanken über Glück, Schicksal und das ganz normale Menschsein spannte Maier einen wunderbaren musikalischen Bogen: von ruhigen, nachdenklichen Momenten bis hin zu fetzigen Rhythmen mit echter Mitsing-Garantie. Entstanden ist Maiers zehntes Bühnenprogramm in Spanien: auf dem Teppich liegend, mit der Gitarre in der Hand – inspiriert von einer Kaffeemaschine im Reinigungsmodus. Am Ende blieb ein Abend voller Musik, Humor und Herz – und die Erkenntnis: Manche Dinge ändern sich eben doch. Zum Glück nur zum Besseren.


