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Die Rappelkiste – klein aber fein

Interview mit Thomas Moosburger über das außergewöhnliche Konzept des Kindergartens

Ein ganz besonderer Kindergarten: Die Rappelkiste in Hallbergmoos

In Hallbergmoos gibt es einen ganz besonderen Kindergarten. Die Rappelkiste. Ein bisschen versteckt in Birkeneck steht ein Häuschen mit einem wunderschönen Garten. Aber verstecken muss sich die Rappelkiste nicht. Denn dank des außergewöhnlichen Konzepts fühlen sich die Kinder, Erzieher und Eltern pudelwohl.
Im Interview berichtet Thomas „Motze“ Moosburger, der erste Vorsitzende des Kindergartens, was die Rappelkiste so besonders macht.

HALLBERGER: Herr Moosburger, was hat Sie so fasziniert von dem etwas anderen Kindergarten Rappelkiste?

Thomas Moosburger: Unser Kindergarten ist ein Elterninitiativ-Kindergarten, in dem die Eltern mithelfen dürfen. Das tut sowohl den Kindern gut, als auch den Erziehern.  Und die Eltern können den Kindergartenalltag hautnah miterleben. Durch die enge Zusammenarbeit und die gemeinsamen Erlebnisse wächst man zu einer tollen Gemeinschaft zusammen. Da fließen bei der jährlichen Abschiedsfeier der Vorschüler auch mal Tränen.

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Viele Aktivitäten spielen sich bei der Rappelkiste im Freien ab.

Welche Zusammenarbeit und Erlebnisse sind das konkret?

Thomas Moosburger: Zum Beispiel der Gartentag: Da richten wir den Garten her, streichen beispielsweise den Geräteschuppen, bessern Spielgeräte aus, mähen den Rasen. Nach getaner Arbeit gibt‘s dann natürlich einen geselligen Abschluss. Unser größtes Fest ist das Kartoffelfest. Da ist so Einiges geboten und man freut sich jedes Jahr darauf. Am Christkindlmarkt sind wir auch immer mit einem Stand vertreten. Zu den schönen Erlebnissen zählt auch unser jährlicher Familienausflug – meist mit Übernachtung und tollem Programm für Groß und Klein.

Viel Arbeit ist es aber schon in einem Elterninitiativkindergarten, oder? 

Thomas Moosburger: Etwas Mithilfe ist natürlich gefragt. Wir haben aber die Aufgaben sehr gut verteilt. So hält sich der Aufwand für den Einzelnen in Grenzen. Wir haben einen festen Dienst für jede Familie. Da gibt’s zum Beispiel den Einkaufsdienst, der die Sachen für das Frühstück besorgt, den Dienst des Planers, der die Kochdienste einteilt oder man übernimmt eine Position im Vorstand.
Zu den wechselnden Aufgaben gehört das Kochen. Ein bis zweimal im Monat kommen hier meist die Mamis – manchmal auch die Väter – an die Reihe und Kochen den Kindern ein Mittagessen. Dadurch hat die Rappelkiste natürlich einen riesengroßen Vorteil: Es gibt immer frisch gekochtes Essen, das die Kinder und Erzieher sehr genießen.

Die Rappelkiste bietet Kindern zwischen zwei und sieben Jahren viel Abwechslung.

Das klingt ja toll. Wieviele Kinder und Erzieher sind denn derzeit in der Rappelkiste? 

Thomas Moosburger: Das ist auch eine super Sache. Es sind genau 15 Rappelkistenkinder im Alter von zwei bis sieben Jahren. Wir haben drei Erzieher bzw. Kinderpfleger und eine Mitarbeiterin im freiwilligen sozialen Jahr. In der kleinen Gruppe wird individuell auf den Einzelnen eingegangen. Die Vorschulkinder werden sehr gut auf die Schule vorbereitet.

Können Sie uns noch einen kleinen Einblick in den Kindergartenalltag geben, Herr Moosburger? 

Thomas Moosburger: Die Kinder treffen ab 7.30 Uhr ein. Nach dem gemeinsamen Frühstück geht’s in den Morgenkreis, anschließend wird entweder freigespielt oder es ist Vorschule. Einmal in der Woche geht es auch rüber in die große Turnhalle. Bei fast jedem Wetter wird auch im großen, abgesicherten Garten gespielt. Die Kinder können in der großen Sandkiste mit Sonnensegel spielen, mit dem Bobbycar fahren oder es werden die kleinen Kräuter- und Gemüsebeete gepflegt. Für die Mädchen und Buben ist es spannend zu sehen, was dort alles wächst.
Um 12 Uhr gibt’s dann ein gemeinsames Mittagessen, um 13 Uhr zum Ausruhen ins Aquarium. Es gibt dort Entspannungsmusik, Massagen oder schöne Hörspiele. Manchmal schläft auch das ein oder andere Kind dabei ein und träumt von spannenden Unterwasserwelten mit kunterbunten Fischen.
Ab etwa 14 Uhr geht’s entweder wieder nach draußen oder in eines der zwei sonnigen Spielzimmer: Es gibt dort eine Puppenwohnung mit Küche und Verkleidungsmöglichkeit, unsere Mal- und Basteltische, die variable Spielecke mit Baukisten, das Vorlese-Sofa und und und…

Die Eltern packen im Elterninitiativ-Kindergarten mit an - sei es bei der Gartenarbeit, beim Kochen oder Einkaufen.

Bei nur 15 Kindern ist es bestimmt schwierig einen Platz zu bekommen? 

Thomas Moosburger: Da habe ich eine gute Nachricht. Wir haben dieses Jahr viele Vorschüler und ab September wieder Plätze frei. Wer interessiert ist, darf sich gerne bei uns melden. Wir sind per E-Mail unter Vorstand@rappelkiste-hallbergmoos.de und telefonisch unter 0811/9966640 zu erreichen.

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