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Die Krankheit mit den 1000 Gesichtern

AK Ortsverschönerung Goldach unterstützt MS-Gruppe

Maria Sedelmeier (1. Vorsitzende) und Anton Dobmeier (2. Vorsitzender) überbrachten Silvia Giebert den Spendenscheck. © Angermair

Weltweit sind 2,5 Millionen Menschen davon betroffen. In Deutschland sind es nach Angaben der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft mehr als 250.000 Betroffene. Wenn über die Erkrankung gesprochen wird, fällt oft der Satz: „die Krankheit mit den 1000 Gesichtern“. Denn die Multiple Sklerose (MS) kann bei jedem Patienten und jeder Patientin ganz unterschiedlich sein, verlaufen und sich entwickeln. Viele Fragen bleiben also offen. Feststeht, dass es sich um eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems handelt und sie Menschen aller Alters- und Gesellschaftsgruppen treffen kann.

Silvia Giebert aus Hallbergmoos lebt seit fünf Jahren mit MS. Wie bei vielen Betroffenen begann auch bei ihr die Erkrankung im früheren Erwachsenenalter. Heilbar ist die Multiple Sklerose nicht, aber es gibt viele Möglichkeiten der Symptombehandlung.

Positive Veränderungen dank Reittherapie

Unabhängig von Medikamenten kann hier beispielsweise die Physiotherapie MS-Symptome lindern und Komplikationen vorbeugen. Bei der „Hippotherapie“ wird genau diese Therapieform auf neurophysiologischer Grundlage genutzt. Auf speziell ausgebildeten Therapie-Pferden wird durch geführtes Reiten das Gleichgewicht und die Kondition der Betroffenen trainiert und gestärkt. Die Körperspannung wird erhöht und die Beweglichkeit verbessert.

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Auch Silvia Giebert besucht seit drei Jahren die Hippotherapie und bemerkt seither viele positive Veränderungen. Sie kann besser gehen, sich bewegen und ihr Gleichgewicht wurde gestärkt. Doch die Hippotherapie ist teuer. Obwohl sie so vielversprechend ist und den Betroffenen in hohem Maße helfen kann, zahlt die Krankenkasse nichts für diese Therapieform.

Daher sind MS-Erkrankte wie Silvia Giebert auf Sponsoren angewiesen. In der MS Jungen Gruppe Freising kümmert sie sich darum, Kontakt zu Sponsoren aufzunehmen. Erst durch deren Unterstützung kann vielen Betroffenen die Hippotherapie ermöglicht werden. Und damit auch ein beschwerdefreieres Leben.

Die Freude war groß, als der Bürgerarbeitskreis für Ortsverschönerung Goldach mit Silvia Giebert Kontakt aufgenommen hat. Denn der Arbeitskreis um Maria Sedlmeier (1. Vorsitzende) und Anton Dobmeier (2. Vorsitzender) möchte Menschen wie Silvia Giebert unterstützen.

Der Verein verschönert regelmäßig unsere Gemeinde. Sei es unter anderem durch schön bepflanzte Blumenkästen an den Brücken, Kirchenschmuck oder die öffentlichen Christbäume. Unter anderem durch die Palmbuschen- und Kräuterbuschenaktion konnten die Ortsverschönerer Geld einnehmen, welches sie gerne weitergeben möchten.

Wer etwas gibt, bekommt viel zurück

Der Arbeitskreis Ortsverschönerung Goldach übergab Silvia Giebert stellvertretend für die MS-Gruppe Freising am 01.10.2020 einen großzügigen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro. „Es ist schön, dass jemand an uns denkt“, freut sich Silvia Giebert und bedankt sich herzlich bei Maria Sedlmeier und Anton Dobmeier für deren Unterstützung. Dabei strahlt sie über das ganze Gesicht. Wer etwas gibt, bekommt eben doch auch viel zurück.     Sophia Angermair

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