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Der direkte Draht zur Kirche

Pfarrer Thomas Gruber stellt Pfarrei-App vor

Die neue Pfarrei-App stellten Pfarrer Thomas Gruber (rechts) und Gerulf Belhane vor.

Wenn die Gläubigen nicht zur Kirche kommen können, kommt die Kirche eben zu den Gläubigen. Pfarrer Thomas Gruber hat die Erfahrungen der letzten Corona-Monate genutzt. Er hat ein digitales Netz gespannt, das nun noch engmaschiger wird. Ab sofort gibt es eine „Pfarrei-App“, die man kostenlos auf Smartphones und Tablets installieren kann.

Als Pfarrer Thomas Gruber sich zu Ostern über Whatsapp und Soziale Medien an die Gläubigen der katholischen Gemeinde wandte, verbreitete sich seine Botschaft in Windeseile auf vielen virtuellen Kanälen. Die Kirchen waren geschlossen, die Gläubigen suchten nach Halt und geistiger Nahrung. „Das hat mir gezeigt, dass wir mit unserer Pfarrei-App den richtigen Weg beschreiten“, sagt der Seelsorger nun bei der Vorstellung der App. Man will damit auch verstärkt junge Menschen erreichen.

Predigt, Pfarrbrief und Termine

Die Predigt vom letzten Sonntag, der Pfarrbrief, Gottesdiensttermine, Treffen von Ministranten, Firmlinge, Chöre, Katholische Frauengemeinschaften, die Kontakte zu Team und Notfalltelefon, Wissenswertes zu den Sakramenten oder Links zu den Youtube-Kanälen der Landeskirche: Die App hat vieles zu bieten, ist übersichtlich, selbsterklärend und kostenlos erhältlich.

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Entwickelt hat sie die Belhane Media aus Mainburg. Schon seit zehn Jahren, so berichtet Gerulf J. Belhane, bringt das Unternehmen Apps auf den Markt. Seit vier Jahren hat man sich auf Pfarrei- und Kindergarten-Apps spezialisiert. Warum? „Weil das Handy bei jungen Menschen ständiger Begleiter ist und somit ein gutes Medium, der Entfremdung von Kirche und Glauben entgegenzuwirken.“

Vernetzte Welt – Kirche darf nicht zurückbleiben

Bei Pfarrer Thomas Gruber stieß er mit der Idee auf offene Ohren: Der Seelsorger sei nämlich, sagt Belhane, sehr technik-affin. Schon im vergangenen Jahr, berichtet Pfarrer Thomas Gruber, sei Belhane auf ihn zugekommen. Die Erfahrungen der vergangenen, kontaktlosen Monate haben Gruber bestärkt, das Projekt umzusetzen. Schließlich werde die Welt immer vernetzter, Kirche dürfe da nicht stehenbleiben.

Da Daniel Götze ohnehin die Homepage des Katholischen Pfarrverbands gerade auf Vordermann gebracht hat, gab’s eine perfekte Basis. „Ohne ihn wäre es nicht so schön entstanden. Er hat die Homepage aufgebaut und füttert sie ständig“, dankte Gruber dem jungen Mann. Da sei die App eine wunderbare Ergänzung.

Web-App funktioniert auch „offline“

Wie funktioniert die App? Es ist ein sogenannte „Web-App“, die unabhängig von den App-Stores ist. Soll heißen: Es reicht, wenn man die Website des Hallbergmooser Pfarrverbands (https://www.pfarrei-hallbergmoos.de/) besucht. Dort findet man alles Nötige: den blauen Button mit dem Logo der Pfarrei und einen QR-Code. Die App lässt sich mit ein paar Klicks auf dem Homescreen des Smartphones ablegen. Neue Funktionen stehen ohne erneute Installation zur Verfügung.

„Gerade junge Menschen, die vielleicht wenig Datenvolumen besitzen, wird die Nutzung unterwegs leichter möglich“, betont Belhane. Über die Speicherfunktion des Browsers (Cache) steht der Inhalt auch „offline“ zur Verfügung. Pushmails, die beispielsweise über Terminverschiebungen informieren, runden das Angebot ab. Dank Sponsoren ist die App für die Pfarrei übrigens kostenlos. Und es gibt sogar einen „Spenden-Button“.

Digitaler Bote: Kein Ersatz für persönlichen Kontakt

Eines ist Pfarrer Gruber allerdings ganz wichtig: „Das soll jetzt nicht Ansporn für die Menschen sein, nicht mehr in die Kirche zu gehen. So nach dem Motto: Ich geh‘ jetzt nicht mehr in den Gottesdienst. Ich hab‘ ja jetzt die App.“ Ganz im Gegenteil: Die App ist ein digitaler Bote, ersetzt aber nie den persönlichen Kontakt, betont Gruber.

Die Web-App des Katholischen Pfarrverbands ist unter www.pfarrei-hallbergmoos.de zu finden.

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