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„Das Jugendwerk muss weitergehen“

Stiftung sichert Fortbestand der Einrichtung

Das Jugendwerk Birkeneck im Jahr 1955 aus der Vogelperspektive.

Das Jugendwerk Birkeneck widmet sich seit dem Jahr 1920 im Sinne des Ordensgründers der Herz-Jesu-Missionare, Pater Julius Chevalier, in Not geratenen jungen Menschen. Nun wird die Einrichtung in eine Stiftung überführt, der fehlende Nachwuchs an Patres ist der Hauptgrund.

Jugendwerk Stiftung der Herz-Jesu-Missionare

„Jugendwerk Stiftung der Herz-Jesu-Missionare“ ist künftig der offizielle Titel, das Ziel bleibt das Gleiche. „Wir wollen junge Menschen unterstützen mit erzieherischen Hilfen, schulischer und beruflicher Bildung“, betont der Provinzial der Herz-Jesu-Missionare (MSC), Andreas Steiner. Viele der Jugendlichen seien in einem Milieu aufgewachsen, in dem sie häufig gravierende seelische und bisweilen körperliche Schädigungen erlebten. Einige von ihnen leiden an Verletzungen, die sie tief getroffen haben und über die sie ein Leben lang nur schwer hinwegkommen. Sie hatten wenige Chancen, ihre positiven Kräfte zu entwickeln und zu ihrem Vorteil zu nutzen.

„Hinter jedem steckt ein Schicksal und jeder ist es wert“, betont Steiner. Er ist sich sicher, die Stiftung sei „das Beste für die Jugendlichen“, denn die wichtige Arbeit muss fortgeführt werden. Um das Jugendwerk Birkeneck zu führen, brauche es jedoch entsprechendes Personal und dieses fehlt den Herz-Jesu-Missionaren. „Es entscheiden sich leider immer weniger Menschen zu diesem Schritt Pater zu werden“, bedauert Steiner.


Drei Jahre bis zur Stiftungsgründung

Drei Jahre habe der Prozess bis zur Gründung der Stiftung gedauert, fachliche Unterstützung kam von der Regierung Oberbayern und auch von renommierten Kirchenrechtlern. Das Jugendwerk hat jedoch auch den wirtschaftlichen Druck zu spüren bekommen. Neben der Ausbildung war das Jugendwerk auch viele Jahrzehnte Geschäftspartner.

Schule und Ausbildungsstätten

Der großen Konkurrenz, vor allem auch aus den Internet-Anbietern und ausländischen Mitbewerbern konnte die Druckerei im Jahr 2019 nicht mehr standhalten: Druckerei, Buchbinderei und Mediengestaltung mussten schließen. Dafür kamen mit dem Hauswirtschafter und dem Hauswirtschaftstechnischen Helfer zwei neue Ausbildungsrichtungen zu den Lehrberufen der Bäcker, Baufachwerker, Elektriker, Köche, Lackierer, Maler, Maurer, Metallbauer und Schreiner hinzu. Das Betreuungsangebot umfasst zudem die heilpädagogische Gruppe mit Heimschule für Schüler und Azubis, betreutes Wohnen, sozialtherapeutische Gruppe für Schüler und Azubis, Clearingstelle und Inobhutnahme für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sowie eine sozialtherapeutisch geschlossene Clearingstelle für Kinder. Aktuell sind 110 Jugendliche voll- und teilstationär im Jugendwerk untergebracht.

Gewappnet für zukünftige Herausforderungen

„Mit Freude und Dankbarkeit blicke ich nun in die Zukunft“, so Steiner. Das Jugendwerk als bundesweit anerkannter und versierter Träger der Jugendhilfe könne nun weiterhin die Aufgaben bewältigen und sich auch den zukünftigen Herausforderungen stellen. In das Stiftungsvermögen fließe das gesamte Areal ein, der fachliche Schätzungswert liegt bei rund 20 Millionen Euro. Am Freitag, den 8.Oktober wird ab 10 Uhr die Stiftungsanerkennung und Rechtsfähigkeit der Stiftung im Zuge eines Festakts gefeiert.

Sabina Brosch

Der Vorstand der Stiftung (v.l.) Prof. Dr. Thomas Schumacher, Josef Bernlocher, Schwester Anita Leipold, Otto Schittler (scheidender Geschäftsführer), Pater Andreas Steiner und Joachim Nunner (Geschäftsführer)
Gesellschaft, Topnews

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