CSU setzt auf Generationenmix

Kandidaten für die Gemeinderatswahl 2026 nominiert

24 Bewerber und fünf Ersatzkandidaten gehen bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 für die CSU ins Rennen.

Die CSU hat als erste Partei ihre 24 Kandidaten für die Gemeinderatswahl am 8. März 2026 nominiert. Man setzt bewusst auf ein breites Bündnis aus verschiedenen Generationen und Berufsgruppen – vom jungen 20-jährigen Landwirt bis hin zum Gemeinderat mit 18 Jahren kommunalpolitischer Erfahrung.

„Wir haben seit Januar intensiv an dieser Liste gearbeitet“, erklärte Ortsvorsitzende Tanja Knieler bei der Nominierungsveranstaltung am Montagabend im Showroom der Firma Fliesen Waldhier. Die Zusammensetzung richte den Fokus auf 2026, aber perspektivisch auch auf 2032. Überzeugt hat man schon mal die anwesenden Mitglieder: 41 von 43 stimmten en bloc für die Vorschlagsliste.

Drei Bürgermeister, Corona und Wirtschaftsflaute

Zum Auftakt verwiesen Knieler und Fraktionschef Damian Edfelder auf die aktuelle Legislatur, die einige neue Herausforderungen brachte: drei Bürgermeister in einer Wahlperiode, die Corona-Pandemie, eine verschlechterte Wirtschaftslage mit weniger Bau, weniger Zuzug und weniger Kindern. Die Folge: Die anvisierte neue Grundschule sei aktuell, so der Gymnasiallehrer, nicht genehmigungsfähig. Positiv vermerkte Edfelder, dass der Gemeinderat 74 von 98 Beschlüssen einstimmig gefasst hat.

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An Listenplatz 1 kandidiert die CSU-Ortsvorsitzende Tanja Knieler. © Eva Oestereich

Kinderbetreuung ausgebaut, neue Kinderärztin kommt

Die Erfolge könnten sich sehen lassen: Jedes Kind erhalte einen Betreuungsplatz, die Vereinsarbeit werde weiterhin gefördert, der Sportpark soll um eine Pumptrack erweitert werden. Zu den großen Projekten zählten die Sanierung des Rathauses, kommunaler Wohnungsbau, der Bau des Feuerwehrhauses in Goldach sowie zahlreiche Sanierungen von Bauhof, Grundschule, Brücken und Hauptstraßen.

Besonders hob Knieler die gesicherte ärztliche Versorgung hervor: Ab Oktober werde eine neue Kinderärztin zunächst privatärztlich praktizieren, ab Dezember auch Kassenpatienten behandeln.

CSU-Fraktionssprecher sprach über aktuelle Projekte und künftige Herausforderungen. Er kandidiert auf Listenplatz 6. © Eva Oestereich

Vom Landwirt bis zum Rechtsanwalt

Die nominierte Liste spiegelt die Vielfalt der Gemeinde wider. Mit Silvia Edfelder, seit 2014 Referentin für Schulen und Kinderbetreuung, kandidiert eine erfahrene Kommunalpolitikerin erneut. Zu den „alten Hasen“ zählen Christian Krätschmer (18 Jahre Gemeinderat) und Rechtsanwalt Marcus Mey. Mit dabei auch wieder Damian Edfelder, Andrea Holzmann und Christian Schirsch. Die Gemeinderäte Stefan Rentz und Rudi Zeilhofer treten nicht mehr an.

Silvia Edfelder geht auf Listenplatz 3 für die CSU ins Rennen. © Eva Oestereich

Die „junge Garde mit frischen Ideen“, so Knieler, repräsentieren Sophie Holzmann (22), Lehramtsstudentin und Vorsitzende der Jungen Union, Hotelier Julian Moser (27), Landwirt Korbinian Neumüller (20) oder Industriekaufmann Markus Grichtmair (22).

Die jungen Gesichter der CSU: Sophie Holzmann (22), Julian Moser (27) und Korbinian Neumüller (20).

Die berufliche Bandbreite der 24 Bewerber ist beachtlich: Neben Unternehmern verschiedener Branchen – vom IT-Bereich über Hotellerie bis zum Weihnachtsgroßhandel – kandidieren ein Gymnasiallehrer, ein Bankkaufmann mit 30 Jahren Erfahrung, ein Business-Coach, IT’ler und mehrere Kandidaten mit landwirtschaftlichem Hintergrund.

Ehrlichkeit statt leerer Versprechen

Die politischen Schwerpunkte sind klar umrissen: Solide Finanzpolitik in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, Ausbau der Kinderbetreuung mit Blick auf den Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung ab 2026, Förderung des Ehrenamts und der Vereine sowie Schaffung bezahlbaren Wohnraums. „Mir ist wichtig, dass mein Sohn dieselben Möglichkeiten hat, die ich hatte“, sagte Edfelder, seit Juli frisch gebackener Vater.

Marcus Mey, amtierender Gemeinderat (Listenplatz 4), warnte vor einem Wahlkampf der leeren Versprechungen. © Eva Oestereich

Auf Platz eins kandidiert die Ortsvorsitzende Knieler – gefolgt von Robert Lackermeier, Führungskraft in einem Großkonzern und und Feuerwehrvereinschef in Goldach. Er appellierte eindringlich: „Der Mensch muss an Nummer eins stehen. Wir haben hier, die Ersatzkandidaten eingerechnet, 29 Ohrenpaare, deren Anliegen es ist, den Bürgern zuhören, sie zu verstehen und mit Klarheit ins Gespräch mit ihnen zu gehen.“

Robert Lackermeier (Listenplatz 2): "Der Mensch muss an Nummer eins stehen." © Eva Oestereich

Blick auf 2026 – und schon auf 2032

Hallbergmoos, eine Gemeinde mit 12.800 Einwohnern, von denen über die Hälfte unter 40 Jahre alt ist, steht vor finanziellen Herausforderungen. Die CSU-Kandidaten machten deutlich, dass solide Finanzpolitik mit Augenmaß nötig sei, ohne dabei die Vereinsarbeit, die Jugendförderung und die Lebensqualität zu vernachlässigen.

Bis zur Wahl am 8. März 2026 will die CSU ein gemeinsames Arbeitsprogramm für die Jahre 2026 bis 2032 entwickeln. Die Botschaft der Nominierungsveranstaltung war eindeutig: Eine Mannschaft aus verschiedenen Generationen, Berufen und mit unterschiedlichen Perspektiven trete an, um Hallbergmoos als lebenswerten Ort zu gestalten und weiterzuentwickeln.

CSU-Landratskandidatin Susanne Hoyer stellte sich den Nominierten und Gästen im Showroom der Firma Fliesen Waldhier vor. © Eva Oestereich

CSU-Liste für die Gemeinderatswahl 2026
Nr. Name Vorname
1 Knieler Tanja
2 Lackermeier Robert
3 Edfelder Silvia
4 Mey Dr. Marcus
5 Holzmann Sofie
6 Edfelder Damian
7 Krätschmer Christian
8 Holzmann Andrea
9 Schirsch Christian
10 Waldhier Susanne
11 Moser Julian
12 Dressel Jeannine
13 Fischer Michael
14 Komarek Thomas
15 Auer Rudi
16 Adamo-Koczorowski Sabrina
17 Neumüller Korbinian
18 Grichtmair Markus
19 Ponath Dominik
20 Pescolderung Juergen
21 Walbrun Alois
22 Lenz Luis
23 Moosburger Thomas
24 Kreilinger Markus

Ersatzkandidaten
1 Koller Gregor
2 Schneider Georg
3 Steinhart Tobias
4 Costy Florin
5 Vogler Michael
6 Schönwälder Harald

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