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Bühne für Kreativität

Kulturreferentin Andrea Holzmann, Karin Eigeldinger und Andy Breitenfeld wollen neues Kulturformat auflegen

Andrea Holzmann, Andy Breitfeld und Karin Eigeldinger planen ein neues Kulturformat. Mitte Juni soll es losgehen. © Eva Oestereich

Corona hat die Kultur lahmgelegt – sie hat aber auch die Kreativität im privaten Bereich blühen lassen. Die Steinschlange im Goldachpark war der erste beeindruckende Beleg dafür: Kinder, aber auch Erwachsene bemalten Steine gegen den Lockdown-Blues. Daraus entstand ein wunderschönes Gesamtkunstwerk und beeindruckendes Zeichen des Miteinanders.

Kreativität als verbindendes Element

An diesen Gedanken knüpfen nun Andrea Holzmann, Kulturreferentin der Gemeinde und ihre „Mitdenker“ Karin Eigeldinger und Andy Breitfeld an: Sie werden eine Bühne für die Blüten der Corona-Zeit schaffen und sichtbar machen, dass aus der Krise auch enorme Kreativität erwachsen ist. DER HALLBERGER hat mit den drei Initiatoren über das Projekt gesprochen.

DER HALLBERGER: Sie wollen Mitte Juni ein völlig neues Kulturformat auflegen. Was dürfen wir erwarten?
Andrea Holzmann:  Es ist ein absolutes Novum und, wenn man so will, auch ein Experiment: Wir wollen Menschen und ihrer Kreativität eine Bühne bieten.

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DER HALLBERGER: Welcher Gedanke steckt dahinter?
Karin Eigeldinger:
Die Pandemie, der Lockdown, die Einschränkungen und fehlende menschliche Nähe bestimmten monatelang unser Leben. Nun wollen wir das Social Distancing umkehren und in ein prosoziales Projekt umwandeln. Und die Blüten der Zeit zeigen.

DER HALLBERGER: Wie kamen sie auf die Idee?
Andrea Holzmann:
Die Steinschlange im Goldachpark, die im vergangenen Jahr spontan entstanden ist, hat den Stein quasi ins Rollen gebracht. Die Aktion hat uns gezeigt, wie viel Kreativität Menschen während des Lockdowns entwickelt haben. Und wie sehr so etwas verbindet. Es gibt so unendlich viele kreative Ausdrucksformen, sei es Malerei, Design oder Handwerkliches. Es wäre zu schade, wenn das alles ungesehen verschwindet. Wir wollen Aufmerksamkeit schaffen und Kreatives, das im privaten Raum entstanden ist, öffentlich zugänglich machen.

DER HALLBERGER: Welcher Gedanke steckt dahinter?
Andy Breitenfeld: Die Aktion möchte aufzeigen, dass etwas zunächst Negatives sehr wohl auch eine positive Seite haben kann. An der neu erstarkten Kreativität sollen alle Bürger teilhaben. Dafür möchten wir einen Raum anbieten. Wenn das Projekt Anklang findet, solle es alle zwei Jahre stattfinden. Natürlich dann unter einem neuen Aspekt.

HALLBERGER: Wie soll dieser Raum aussehen?
Holzmann: Wir entwickeln seit Dezember ein Konzept. „Kreativwerkstatt“ war nur ein vorläufiger Arbeitstitel. Es ist also kein Kreativ-Workshop, sondern ein Forum, um die Werke sichtbar zu machen.

Eigeldinger: Wir haben einen Plan A und B entwickelt – je nachdem, was die Corona-Beschränkungen zulassen. Ob die Ausstellung jetzt erst einmal digital oder medial stattfindet – und zu gegebener Zeit live und in Farbe stattfindet, müssen wir abwarten. Mitte Juni fällt in jedem Fall der Startschuss. Wir wünschen uns natürlich, dass sich möglichst viele Menschen beteiligen.

HALLBERGER: Wen wollen Sie ansprechen? Welche Werke möchten Sie zeigen?
Eigeldinger: Wir haben den Untertitel „Everybody is a Star“ gewählt. Es kann jeder ab 14 Jahren mitmachen. Dabei denken wir auch an die ältere Generation, die von den Kontaktbeschränkungen ja besonders stark betroffen war. Wenn sie ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren können, ist das vielleicht ein kleiner Ausgleich.

Holzmann: Ich will’s mal an zwei Beispielen deutlich machen: Mein Sohn hat während des Lockdowns ein Leporello gebastelt und wundschön verziert. Und ein Bekannter hat einen wunderschönen Engel aus Holz gemacht. Andere haben vielleicht zu malen begonnen.

Breitenfeld: Und eines ist ganz wichtig: Es geht uns nicht um das perfekte Kunstwerk, sondern um den Dialog, der dadurch entsteht. Und das Gemeinschaftsgefühl: So wie bei der Steinschlange, die ja von dem Gedanken getragen war: ‚Mein Stein liegt bei den anderen und das macht das Ganze so besonders.‘ Das hat was unheimliches Positives ausgelöst – und das wünschen wir uns auch für dieses Projekt.

Kultur

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