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Berliner Kissen gegen Temposünder

Testlauf im Garchinger Weg

Um Raser zu bremsen, werden im Garchinger Weg in Hallbergmoos nun sogenannte Berliner Kissen angebracht. © Eva Oestereich

Die Kommune will verstärkt gegen Raser vorgehen: Am Garchinger Weg werden nun – versuchsweise – zwei sogenannte Berliner Kissen installiert. Dort hält sich kaum einer an Tempolimit (30 km /h).

Im Ortsgebiet gibt es etliche Stellen, wo nach dem Dafürhalten der Anwohner Autofahrer aufs Gaspedal treten – beispielsweise in der Schönstraße, der Straße Am Bach, Maximilianstraße oder Ahornweg. Momentan richtet sich das Augenmerk des Ordnungsamts aber auf den Garchinger Weg: Im bebauten Bereich gilt Tempo 30.

Bei Veranstaltungen: Viel Verkehr zum Hausler-Hof

Die Straße ist die einzige Zufahrt zum Hausler-Hof. Bei Veranstaltungen nimmt der Verkehr dort deutlich zu: „Besonders bei der südlichsten Bebauung ist dies zu spüren, da dort auf gerader Strecke ortsauswärts (Richtung Hausler Hof) teilweise schon frühzeitig beschleunigt wird oder in der entgegengesetzten Fahrtrichtung noch mit höherer Geschwindigkeit eingefahren wird“, beschreibt Ordnungsamtsleiter Michael Kirmayer die Situation.

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„Berliner Kissen“

Bis der Zweckverband Südostbayern mit geeigneter Messtechnik Geschwindigkeitskontrollen durchführt, wird noch Zeit vergehen – voraussichtlich bis Anfang 2023.  So lange behilft man sich nun in einer Testphase mit zwei „Berliner Kissen“: Sie werden gleich hinter dem Ortschild (Höhe der Hausnummer 39) angebracht.

Die Schwellen sind mit 3600 Euro in der Anschaffung günstig. Und vermeintlich auch weniger lärmintensiv als herkömmliche Bodenschwellen. Auch tiefergelegte Fahrzeuge und landwirtschaftlicher Verkehr sollten sie, wie es heißt, unbeschadet und ohne Aufsetzen überfahren können. Radfahrer und Fußgänger können seitlich davon ungehindert passieren.

„Wir probieren das jetzt aus“

„Wir probieren das jetzt aus. Wenn’s zu laut wird, kommen sie wieder weg“, sagte Bürgermeister Josef Niedermair mit Blick auf die Geräuschentwicklung beim Abbremsen und Wieder-Beschleunigen an den Kissen. Die einzige Gegenstimme im Bauausschuss kam von Heinrich Lemer (FW): Er hält „überhaupt nichts“ davon und befürchtet eine Welle von weiteren Anlieger-Anfragen. „Dann haben wir bald im ganzen Ort solche Schwellen.“

Politik, Topnews

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