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Abhaken und auf Neustart im September fokussieren

Saisonabbruch bei den Bundesliga-Keglern des VfB

Abhaken müssen die VfB-Kegler die Saison in der 1. Bundesliga (hinten v.r.) Abteilungsleiter Sepp Niedermair, Tom Schneider, Damir Cekovic, Tobias Kramer, Alexander Stephan sowie (vorne) Bogdan Tudorie, Dietmar Brosi, Radovan Vlajkov und Patrick Krieger. Foto: VfB

Nun ist es amtlich: Wegen des Corona-Lockdowns bis mindestens Ende Januar tritt mit sofortiger Wirkung der „Plan C“ des Deutschen Keglerbund Classic (DKBC) in Kraft: Alle Runden der Saison 2020/21 sind abgesagt. Im Herbst 2021 gibt’s einen Neustart unter Beibehaltung der aktuellen Liga-Struktur. Alle bisherigen Ergebnisse sind damit Makulatur.

Besonders bitter ist diese Entscheidung für die Sportkegler des VfB Hallbergmoos-Goldach, die sich bisher als Aufsteiger in der 1. Bundesliga mit vier Siegen und nur einer Niederlage (gegen Klassenprimus Rot-Weiß Zerbst) sehr gut auf dem 4. Platz behauptet haben.

Entscheidung hart, aber nachvollziehbar

VfB-Aktivensprecher Thomas Schneider schaut aber bereits nach vorne: „Es war zu erwarten, dass diese Entscheidung getroffen wird. Es ist nachvollziehbar. Aus sportlicher Sicht wird es jedoch eine Herausforderung. Die Qualität wird sehr darunter leiden und jeder einzelne muss noch härter an sich arbeiten, damit wir die Ziele erreichen.“ Er betont auch: „Wenn wir wieder spielen dürfen, kommt ein jeder mit einer Bären-Motivation zurück. Da bin ich mir sicher. Ich werde dann eher auf die Bremse drücken müssen.“

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Alexander Stephan, der mit seiner Auswärtsbilanz von 648 Holz auf Rang vier der Schnittliste der Bundesliga steht, ist hingegen untröstlich: „Es ist wirklich sehr schade, dass die Saison so und vor allem jetzt schon endet. Wir haben als Team sehr gut zusammengefunden und auch die Ergebnisse haben gepasst.“
Teamkollege Dietmar Brosi nahm die Nachricht vom Saisonabbruch relativ gelassen zur Kenntnis: „Ich finde die Entscheidung zwar hart, aber in der jetzigen Situation gibt es keine Planungssicherheit für den weiteren Saisonverlauf. Deshalb ist es der richtige Schritt.“ Sein Motto lautet nun: „Abhaken und auf den Neustart im September fokussieren.“

Leistungsstärke mit in die neue Saison nehmen

Abteilungsleiter Sepp Niedermair reagierte etwas emotionaler: „Es ist wahnsinnig schade. Wir haben bisher besser gespielt als erwartet. Und ich finde es nicht nur schade, sondern es tut mir innerlich weh, dass das bisher Erreichte einfach so verpufft. Ich hoffe, dass wir die Leistungsstärke mit in die neue Saison nehmen können.“

2021/22 wird Leistungsträger Thomas Schneider nach seinen Knieproblemen wieder voll einsatzfähig und Patrick Krieger aus dem Ausland zurück sein. „Mit diesem starken Kader sollte es möglich sein, den Klassenerhalt zu schaffen und in den folgenden Jahren vielleicht einmal international zu spielen“, hofft Niedermair.

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